Bergbau-Brache wartet auf den Wandel

Allein auf weitem Brachgelände steht die Fördermaschinenhalle.
Allein auf weitem Brachgelände steht die Fördermaschinenhalle.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Mancher Wandel entzieht sich dem Auge des flüchtigen Betrachters. Das gilt auch für die Fläche der ehemaligen Zeche Bergmannsglück, die teilweise schon genutzt wird, aber immer noch der Bergaufsicht unterliegt.

Gelsenkirchen-Hassel.  . Mancher Wandel entzieht sich dem Auge des flüchtigen Betrachters. Das gilt auch für die Fläche der ehemaligen Zeche Bergmannsglück, die in Teilen schon seit längerer Zeit von Unternehmen der Vivawest Dienstleistungen genutzt wird, in anderen Teilen aber immer noch der Bergaufsicht unterliegt.

Obwohl die meisten Gebäude auf dem Areal zwischen Bergmannsglück- und Körnerstraße abgerissen wurden, ist die Fläche noch nicht aus der Bergaufsicht entlassen. „Der Abschlussbetriebsplan läuft“, informierte Uwe Neukirchen vom Referat Stadtplanung den Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss. Reinhard Ostermann, SPD-Stadtverordneter und unmittelbarer Nachbar, hatte als Grund für den von seiner Fraktion beantragten Sachstandsbericht Bürger genannt, die dort keine Arbeiten sehen würden, sich über die Staubentwicklung beklagten und wissen wollten, wie es um die Zukunft des Schalthauses und der Maschinenhalle bestellt sei.

Sicherungsarbeiten

Für beide Immobilien seien Sicherungsarbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen, mit der Entlassung aus der Bergaufsicht sei noch Ende des Jahres zu rechnen. Für eine Fläche im Süden des Areals müsse noch der Eigentumsübergang von der RAG auf Vivawest Dienstleistungen geregelt werden, die von Eon genutzte Fläche im Norden sei Teil des laufenden Bebauungsplan-Verfahrens. Gutachter beschäftigten sich zur Zeit mit Themen wie Lärm, Erschließung, Entwässerung und die Führung des Verkehrs, die in Richtung Norden abgewickelt werden sollte, um die Belastungen möglichst gering zu halten. Im Herbst rechne er mit der Bürgerbeteiligung, so dass Anfang 2016 der Entwurfsbeschluss gefasst und ab dem ersten oder zweiten Quartal mit der Umsetzung begonnen und damit Bauanträge eingereicht werden könnten.

Kira Schmidt als in der SPD-Anfrage direkt angesprochene Kulturschaffende machte darauf aufmerksam, dass der Kauf des Schalthauses bereits im August 2014 vertraglich besiegelt wurde, die kulturelle Nutzung des Gebäudes aber noch ausstehe, weil es noch nicht aus der Bergaufsicht entlassen worden sei. Um aktuelle Informationen über den Schalthaus-Sachstand zu erhalten, seien sie und ihre Mutter Monika jederzeit und für jedermann ansprechbar.

Empfehlung an RAG Immobilien

Ausschussvorsitzender Dr. Klaus Haertel empfahl der RAG Immobilien als Noch-Eigentümerin in der trockenen Jahreszeit Vorkehrungen zu treffen, um die Staubbelastung für die Anwohner möglichst gering zu halten.