Beckhausen: Neue Stichstraße nach Marga Kersten benannt

Stolz auf die Würdigung einer Verbraucherschützerin: Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW.
Stolz auf die Würdigung einer Verbraucherschützerin: Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW.
Foto: FUNKE Foto Services
Geachtet und bewundert war sie, aber auch gefürchtet wegen der Hartnäckigkeit, mit der sie Verbraucherrechte einforderte: Marga Kersten. Nun hat die Stadt eine Stichstraße im Neubaugebiet in Beckhausen nach ihr benannt.

Gelsenkirchen-Beckhausen..  Geachtet und bewundert war sie, aber auch gefürchtet wegen der Hartnäckigkeit, mit der sie Verbraucherrechte einforderte: Marga Kersten. Vier Jahre nach ihrem Tod hat die Stadt nun eine Stichstraße im Neubaugebiet westlich der Pannschoppenstraße nach ihr benannt. Seit gestern heißt dieser „Marga-Kersten-Weg“. Es ist bundesweit das erste Mal, dass das Engagement für Verbraucherinteressen mit einer Straßenbenennung gewürdigt wird.

Was Wunder, dass bei der Enthüllung des Straßenschildes gestern Erwin Knebel als Vorsitzender des Verwaltungsrats der Verbraucherzentrale NRW von einer „richtungsweisenden Entscheidung“ sprach. Er erinnerte an die fast schon legendären Marktbegehungen der Gelsenkirchenerin (1925-2010), bei denen sie auf korrekte Preisauszeichnungen pochte, Angaben zu Handelsklassen inklusive. „Bei so manchem Händler war sie deshalb berüchtigt.“

„Unermüdlicher Einsatz“

Als Initiatorin sei ihr die Gründung der Verbraucherberatungsstelle Gelsenkirchen zu verdanken, „für deren Erhalt sie sich fortan unermüdlich einsetzte“. Auch als Mitglied des Vorstandes der Verbraucherzentrale NRW (1977-79) habe sie sich für Verbraucherrechte stark gemacht.

„Wenn der Kilopreis fehlte, kriegte der Händler was zu hören“, erinnerte sich auch Marga Kerstens Tochter Barbara Kobus (64), die mit ihren Schwestern Gisela Kersten-Gast (62) und Christel Olczyk (65) vor Ort war, als das Straßenschild enthüllt wurde. Was ihre Mutter zu dieser Ehrung gesagt hätte? Die Schwestern überlegten nicht lang: „Warum denn nur ein Weg und nicht eine Straße?!“