Bauarbeiten rücken Richtung Buer
22.02.2012 | 17:19 Uhr 2012-02-22T17:19:00+0100
Gelsenkirchen-Buer. Der Umbau der Horster Straße geht in die zweite Runde: Die umfangreichen Straßen-, Gleis- und Kanalarbeiten für das rund 850 Meter lange Teilstück zwischen Hausnummer 84 und De-la-Chevallerie-Straße beginnen am Montag, 5. März.
Der Umbau der Horster Straße geht in die zweite Runde: Die umfangreichen Straßen-, Gleis- und Kanalarbeiten für das rund 850 Meter lange Teilstück zwischen Hausnummer 84 und De-la-Chevallerie-Straße beginnen am Montag, 5. März. Zuvor wird - als Ersatz für den symbolischen 1. Spatenstich - am 1. März die Lore auf dem Goldbergplatz-Rondell entfernt.
Stadtdirektor Michael von der Mühlen verspricht Anwohnern, Eigentümern und Einzelhändlern sowie Bahn-Nutzern ein Stück mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität. Die Horster Straße erhält auf diesem Stück bis Ende 2013 in Teilbereichen ein komplett erneuertes Kanalsystem und auf ganzer Länge renovierte Fahrbahnen, Gleisanlagen, Haltestellen, Bürgersteige und Radwege - und dazu noch eine „Kulturmeile“.
Carsten Daldrup (Bogestra): „Der zweite Teilabschnitt gliedert sich in vier Bereiche.“ Die Umbauarbeiten beginnen im Abschnitt zwischen Sedan-straße und Pastor-Franke-Straße. Sie sollen bis September beendet sein. Parallel dazu werden im Juni die Arbeiten auf dem Goldbergplatz aufgenommen; sie sind bis Oktober terminiert. Teilabschnitt 3 zwischen Goldbergplatz und Urbanusstraße ist für die Zeit zwischen Oktober und Mai 2013 vorgesehen, die Lücke zwischen Urbanusstraße und Pastor-Franke-Straße schließt sich dann zwischen Mai und November 2013.
Alle vier Teilabschnitte werden nach dem gleichen Prinzip vorangetrieben: Die Bauarbeiten werden zunächst in Fahrtrichtung Horst aufgenommen, dann schließt sich die Fahrtrichtung Buer an. Die Straßenbahn verkehrt eingleisig, der Autoverkehr nur einspurig in Richtung Buer. Astrid Metz, Ansprechpartnerin der Bogestra im 301-Büro an der Horster Straße 36: „Die Grundstücke können, wenn auch teilweise mit Einschränkungen, jederzeit erreicht werden.“ Sie sorgt dafür, dass Anwohner rechtzeitig über den Fortschritt der Arbeiten und den Ein- und Ausbau der Bauweichen informiert werden.
Kernstück des Projektes „2. Bauabschnitt Umbau Horster Straße“ ist die Aufwertung des Goldbergplatzes zwischen Rottmannsiepe und De-la-Chevallerie-Straße zur Kulturmeile. Ein besonderes Betonsteinpflaster soll den Bereich rund um Kunstmuseum, VHS und Schauburg und die Beziehung des Goldbergplatzes zu Rathaus und Busbahnhof deutlicher betonen. Konkret heißt das: Der Autoverkehr wird am buerschen Eingangstor komplett verschwinden und Platz machen für Fußgänger und Radfahrer. Den Verlust von rund zehn Stellplätzen nimmt Michael von der Mühlen gelassen hin: „Die helfen dem Einkaufszentrum auch nicht weiter.“ Über einen künstlerischen Wettbewerb soll Ersatz geschaffen werden für das Rondell. Gleichzeitig erhält die Haltestelle Goldbergplatz neben einer transparenten Überdachung einen niveaugleichen Zugang zu den modernen Variobahnen der Linie 301.
An Kosten werden für den Gleisbau 6 Mio, für den Straßenbau 3,4 Mio, für den Städtebau 1,75 Mio und den Kanalbau 870 000 Euro veranschlagt. Nur ein geringer Teil der Kosten für den Straßenbau werde auf die rund 500 Eigentümer umgelegt, verspricht der Stadtdirektor. Dort, wo auch der Abwasserkanal saniert wird, hat Gelsenkanal die Eigentümer angeschrieben und ihnen eine Zustandskontrolle und gegebenenfalls eine Reparatur des Hausanschlusses empfohlen. Peter Römer: „Wir raten dringend, diese Kostenvorteile zu nutzen. Dann haben Sie wieder 80 Jahre Ruhe.“
13:01
Ach herrjeh, ob diese Lore jetzt entfernt wird oder nach der Neugestaltung des Goldberplatzes wieder aufgestellt werden wird, ist absolut nebensächlich. Gedenktafeln und Denkmäler für den Kohlebergbau gibt es in GE zu Hauf, die Stadt wird durch den Verlust dieser einen Lore nicht komplett ihre Geschichte verleugnen. Seit über 10 Jahren wird in GE keine Kohle mehr gefördert, irgendwann muss man sich endlich neuen Ufern zuwenden. Wir können nicht aus jedem Flözrelikt ein lokales Heiligtum kreieren. Wer dringend seine tägliche Portion Zechendevotionalie benötigt, muss nur die Horster Straße einige hundert Meter Richtung Horst fahren.
Wird Zeit, dass das Beursche Zentrum ein Relaunch erhält.
01:27
Ich habe kein Verständnis dafür, das man ein Denkmal an den Bergbau in Buer auf den Goldbergplatz entfernt. Man will eine Kultur- und Denkmalmeile dort errichten und macht dann ein Denkmal mal eben als "Ersatz für den symbolischen 1. Spatenstich - am 1. März die Lore auf dem Goldbergplatz-Rondell entfernt" weg.
Auf so Spatenstiche kann man eh verzichten und hoffen, das die Baufirmen nicht genauso Pleite gehen, wie bei den ersten Bauabschnitt der Horster Str..
Die Lore gehört zu Buer, weil es auch an den Bergbau in Buer erinnert. Würde mich freuen, wenn diese auch wieder dort aufgestellt wird.
Ach herrjeh, ob diese Lore jetzt entfernt wird oder nach der Neugestaltung des Goldberplatzes wieder aufgestellt werden wird, ist absolut nebensächlich. Gedenktafeln und Denkmäler für den Kohlebergbau gibt es in GE zu Hauf, die Stadt wird durch den Verlust dieser einen Lore nicht komplett ihre Geschichte verleugnen. Seit über 10 Jahren wird in GE keine Kohle mehr gefördert, irgendwann muss man sich endlich neuen Ufern zuwenden. Wir können nicht aus jedem Flözrelikt ein lokales Heiligtum kreieren. Wer dringend seine tägliche Portion Zechendevotionalie benötigt, muss nur die Horster Straße einige hundert Meter Richtung Horst fahren.
Wird Zeit, dass das Beursche Zentrum ein Relaunch erhält.