Ball der Horster Schlossnarren war ein jeckes Spektakel

Solomariechen Jessica Philberg begeisterte die Schlossnarren. Kein Wunder, denn sie ist das Eigengewächs des noch jungen Vereins.
Solomariechen Jessica Philberg begeisterte die Schlossnarren. Kein Wunder, denn sie ist das Eigengewächs des noch jungen Vereins.
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Was wir bereits wissen
Kurz vor dem Ende der Session hatten die Schlossnarren zum Narrenball in die Mehrzweckhalle in Horst geladen. Das Programm, das die Narren boten, war vielseitig und unterhaltsam und durch und durch jeck.

Gelsenkirchen-Horst. Kurz vor dem Ende der Session hatten die Schlossnarren zum Narrenball in die Mehrzweckhalle in Horst geladen. Das Programm, das die Narren boten, war vielseitig und unterhaltsam und durch und durch jeck.

Zum zweiten Mal war der junge Verein in dieser Session mit eigenen Veranstaltungen angetreten. Und das Fazit fällt recht gut aus. „Wir sind guter Dinge. Es gibt viele gute Ideen und wir sind sicher, die richtigen gewählt zu haben“, so Christine Plischka, die Pressewartin. „Wir sind zufrieden mit den bisherigen Veranstaltungen.“

Nicht in allen Bereichen war der Verein bereits erfolgreich. „Selbstverständlich planen wir den Aufbau eigener Garden. Aber das ist nicht so einfach wie wir uns das dachten.“ Dennoch mussten die Gäste nicht auf Tanzdarbietungen verzichten. Denn der Verein verfügt immerhin über eine Showtanzgruppe, ein Solomariechen und sogar eine Bauchtänzerin. Dazu gesellten sich die Mini-Garde und die Juniorengarde, die bis vor kurzem zum KC Astoria gehörten und sich, nach dem Vereinsaustritt von Trainerin Else Mastjoshusmann, selbstständig gemacht hatten.

Zu Beginn gab es erst einmal das Vereinslied zu hören, geschrieben und dargeboten von Stefan Waltmann. Zur Melodie von „Was wollen wir trinken“ sangen die Jecken in himmelblauen Röcken „Wir sind die Schlossnarren, ja wir kommen aus Horst, wir sind die Schlossnarren und wir haben Durst.“

Schwungvolle Choreographie

Dann kam die Minigarde, die sich aktuell „Free-Minis“ nennt, auf die Bühne. Vier junge Damen tanzten eine spritzige Choreographie und ernteten dafür noch während des Auftritts Jubel und Applaus. Auch das vereinseigene Solomariechen Jessica Philberg konnte begeistern: Ihre schwungvolle Choreographie mit viel Beinarbeit, dazu Rädern und Spagat, öffnete den Gästen die Herzen. Viel Jubel erntete auch Bauchtänzerin Melli Buljubasic, die eine ansprechende, orientalische Tanznummer präsentierte und das Programm auf ungewöhnliche Weise bereicherte.

Geschick hatten die Schlossnarren bewiesen und ein glückliches Händchen dazu bei der Wahl der künstlerischen Gäste. So kam nämlich Tino Selbach aus Köln zu den Schlossnarren.

Zum Bauchtanz aufgefordert

Der Sänger, der in seiner Heimat als „Caruso von Köln“ oder „kölscher Paul Potts“ gefeiert wird, brachte Stimmung in den Saal mit seinen humorvollen Liedern, allesamt aus musikalischer Sicht Superhits, textlich jedoch in neuem, kölschen Gewandt. Aus „Walking on Sunshine“ wurde hier „Das gibt’s nur in Kölle“, aus „Thats Amore“ wurde „Fasteloovend“ und zu „Love is in the Air“ sang Selbach „Kölsch litt in dr Luft“. Besonders gut kam auch die kölsche Version von „Volare“ an, nämlich „In Kölle, zu singe“. Tino Selbach begeisterte mit seinem Humor und seinem Charme, und schaffte mit seiner publikumsnahen Art Unglaubliches: Zu dem bekannten Karnevalslied „Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien“ ließ er alle Gäste bauchtanzen. Großartig.