Autos fahren weiter über den Markt
15.09.2011 | 08:08 Uhr 2011-09-15T08:08:00+0200
Gelsenkirchen-Erle.Irene Mallik ist enttäuscht. Zwar gab es für die engagierte Erlerin gestern Rederecht in der Bezirksvertretung Ost, ihre Anregungen und Beschwerden zum renovierten Markt in Erle fanden bei der Mehrheit der Bezirksverordneten aber keine Mehrheit.
Drei Punkte sind es, die Irene Mallik den Spaß an dem Marktplatz vor der Haustür verderben. Neben dem Bodenbelag und dem Standort der Müllcontainer ist ihr Hauptkritikpunkt eine Besonderheit, die den Platz von anderen Märkten unterscheidet: „Mitten in der Marktfläche ist eine Kreuzung, über die auch während der Marktfläche Autos fahren. Ich habe erst in der letzten Woche eine Situation gesehen, bei der beinahe ein kleines Mädchen überfahren worden wäre.“ Ihr Vorschlag, der den Bezirksverordneten vorlag, war die Sperrung der Darler oder Marktstraße während der Marktzeiten. Für die Verwaltung ein klarer Fall:. Sie lehnte den Vorschlag ab, da zum einen die Polizei dort keinen Unfallschwerpunkt erkennen kann und andererseits bei einer gesperrten Straße auf der anderen dann kreuzungsfreien Straße viel schneller gefahren würde.
In der Sitzung entwickelte die Erlerin dann einen zweiten Lösungsvorschlag: „Seit einiger Zeit kommen nur noch wenige Händler, die nur noch vereinzelt auf den drei Randflächen der Kreuzung platziert werden. Warum kann man die nicht alle auf der nördlichen Marktfläche aufstellen, dann wäre der Kreuzungsverkehr kein Problem mehr?“
Eine Idee, mit der sich FDP-Vertreter Jens Schäfer durchaus anfreunden könnte. Für Wolfgang Küppers von den Grünen kommen da eher grundsätzliche Erwägungen ins Spiel, habe man doch gerade das Miteinander von Fußgängern und Autos auf einer Fläche bewusst so geplant: „Man soll dem eine Chance geben, dass alle sich daran gewöhnen.“ Auch CDU und SPD wollten sich nicht so schnell von der Markt-Kreuzung verabschieden. Im Gegenteil, SPD-Stadtverordneter Hans-Werner Mach hielt die ganze Diskussion eher für fehl am Platz: „Nur noch alles zu verteufeln, ist doch verkehrt.“
10:06
Beim Lesen des Artikels schleicht sich mir der Gedanke ein, daß es hier um Machtspiele der Parteien geht.