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Nach dem Unwetter

Aufräumen ohne Ende

18.07.2010 | 17:26 Uhr
Aufräumen ohne Ende
Das große Aufräumen, wie hier an der Buer-Gladbecker-Straße, hat begonnen. Foto: Thomas Schmidtke / WAZ FotoPool

Das Rattern der Kettensägen ist das mit Abstand meistgehörte Geräusch. Am Samstag sind seit den frühen Morgenstunden, zum Teil auch schon die gesamte Nacht hindurch Helfer von Feuerwehr, THW, Gelsendienste und privaten Firmen damit beschäftigt, die Sturmschäden zu beseitigen.

Und es gibt einiges zu tun: Der kurze aber heftige Gewittersturm, der am Freitagabend durch den Stadtnorden fegte, hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Kaum eine Straße, in der nicht zumindest Blätter und Zweige die Gehwege bedecken. Die meisten Wege hat es allerdings schlimmer erwischt. Entlang der Cranger Straße hat es mehrere Bäume umgeknickt, zum Teil schwere Äste abgerissen. Einige Hauseingänge sind praktisch nicht mehr erreichbar, da sie von umgestürzten Bäumen versperrt sind. An der Buer-Gladbecker-Straße steht ein Ehepaar ratlos vor seinem Haus. „Wir dürfen nicht hinein, bis die Feuerwehr den Ast, der auf dem Dach gelandet ist, abgesägt hat“, berichten sie. „Zu gefährlich.“

Auch an der Handwerkskammer kommen Besucher auch nicht durch die Tür. Dort ist ein hoher Baum samt Wurzelwerk umgekippt und auf dem Dach gelandet, die Baumkrone blockiert den Eingang.

Am Finanzamt kann man die Schäden der Nacht immer noch erahnen, wenngleich ein Großteil der Äste bereits abgesägt wurde und auch kein Auto mehr auf dem Parkplatz steht. Dennoch: Der umgestürzte Baum ist groß genug, um einen kompletten Parkstreifen unter sich zu begraben. Trotz des Chaos’ gehen die Aufräumarbeiten gut voran. „Unglaublich, wie schnell die Feuerwehrleute arbeiten“, freut sich eine Anwohnerin mit hörbarer Anerkennung. „Obwohl ich in einer Nebenstraße wohne, waren die Einsatzkräfte schon heute Nacht hier.“

Viele Anwohner überlassen es auch nicht nur den hauptamtlichen Helfern, sondern legen auch selbst Hand an. An der Buer-Gladbecker-Straße beherrscht die Schubkarre das Straßenbild, mit der die kleingesägten Aststücke abtransportiert werden. „Brennholz für meinen Kamin brauche ich mir in diesem Winter auf jeden Fall nicht mehr zu kaufen“, zuckt der Schubkarrenführer mit den Achseln. Überhaupt nehmen die meisten die Schäden an Heim und Gefährt gelassen. „Eigentlich wollte ich ja mit meiner Frau in Urlaub fahren“, berichtet ein Anwohner an der Erlestraße, der seinen zerdellten Wagen begutachtet. „Aber was soll’s?! Dann kaufe ich mir von dem Geld ein neues Auto.“

Sebastian Konopka

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Kommentare
18.07.2010
21:36
Aufräumen ohne Ende
von Och noe... | #2

Jemand, der von normaler Belastung ausgegangen ist und nicht von einem Sturm, der halt auch gesunde Bäume entwurzelt...

Es gibt sowas wie allgemeines Lebensrisiko, dem man nur durch zügiges Ableben entgehen kann...

Geh doch schonmal vor...

18.07.2010
18:43
Aufräumen ohne Ende
von ebelino | #1

... hat es mehrere Bäume umgeknickt, zum Teil schwere Äste abgerissen.
Und wer hat die Standsicherheit und generelle Sicherheit für die Anwohner dieser Bäume testtiert?

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