Auf der Suche nach Spatz, Rotkehlchen & Co in Gelsenkirchen

Immer mehr Sperlinge kommen in die Stadt.
Immer mehr Sperlinge kommen in die Stadt.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Bis Sonntag ruft der NaBu wieder zum Zählen der heimischen Wintervögel auf. Immer mehr Vogelarten zieht es aus der freien Landschaft in die Städte. Naturschützer wollen sich ein Bild über die Populationsgrößen der einzelnen Arten machen.

Stadtpark statt Wiese und Hausgarten statt Feldflur: Immer mehr Vogelarten zieht es aus der freien Landschaft in die Städte. „Das Paradebeispiel hierfür ist der Feldsperling. Der ländliche Vetter des Haussperlings nimmt im Agrarland ab, in Städten dagegen konstant zu. 2014 gab es hier beinahe fünfmal so viele Feldsperlinge wie 2006“, sagt NaBu-Vogelexperte Lars Lachmann.

Um neue Erkenntnisse über die Vogelpopulation zu bekommen, ruft der NaBu (Naturschutzbund Deutschland) bis Sonntag wieder zum Zählen der heimischen Vogelarten auf. „Mitmachen kann jeder“, sagt Nadine Rattay vom NaBu Gelsenkirchen. Allerdings warnt die Naturschützerin auch: „Bei den Sturmwarnungen, die die Meteorologen in den letzten Tagen herausgegeben haben, sollten die Menschen nicht auf Vogelsuche in die Parks gehen.“ Optimal sei die Vogelbeobachtung von einem Balkon aus, der am Park- oder Waldrand liege.

Man muss kein Ornithologe sein

Und so funktioniert die Aktion: Auf einem online-Formular sollten die Vogelbeobachter als „Anzahl“ die höchste gleichzeitig beobachtete Zahl einer jeden Art eintragen. Sollte man einen Vogel entdecken, der in der Liste nicht auftaucht, wird dieser in der Rubrik „Nicht aufgeführte Vogelart“ mit dem Namen der Art eingetragen. Man muss übrigens kein ausgebildeter Ornithologe sein. Der NaBu hat von der Amsel bis zum Zilpzalp einen Steckbrief der 40 häufigsten Gartenvögel zusammengestellt. Dort findet man Hilfe bei der Identifizierung mit den wichtigsten Informationen zu den einzelnen Arten.