Auf der Suche nach dem richtigen Beruf

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Die Suche nach dem richtigen Beruf, der zu einem passt, ist nicht immer leicht. Um Schülern den ersten Kontakt zur Arbeitswelt zu erleichtern, fand in der Gesamtschule Buer-Mitte eine Berufsmesse statt. Dort konnten sich Schüler bei verschiedenen Betrieben über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten informieren.

Unter der Organisation von Erwin Schappert (64), Geografie- und Geschichtslehrer, konnten sich die Schüler über ein breites Spektrum an Berufen informieren. Erwin Schappert plant und bereitet diese Berufsmesse seit 20 Jahren vor, in diesem Schuljahr zum letzten Mal. Dann geht er in den Ruhestand. In dieser Zeit hat sich auf dem Berufe-markt einiges verändert. „Ältere Berufe wie Schlosser oder Kfz-Mechaniker verschwanden völlig aus dem Angebot, dafür sieht man ein wachsendes Interesse am Dualen Studium und an der IT-Branche“, fasst Schappert seine Erfahrung aus den vergangenen zwei Jahrzehnten zusammen. Um die Schüler auf die besonderen Anforderungen einer anstehenden Ausbildung vorzubereiten, verfügt die Schule über zwei Computerräume und ein Selbstlernzentrum, das von Erwin Schappert betreut wird.

Er selbst hält die Messe für sehr sinnvoll, wie die meisten Schüler auch. Delara Aksoy (14): „Ich finde die Messe gut. Ich habe mich über den Beruf der Rechtsanwältin informiert und Einblicke in andere Berufe bekommen“. Dieser Meinung schlossen sich Alexander Steiner (14) und Cagla Dereli (15) an. Jonas Czymek (14) hat ein klares Ziel für seine Ausbildung im Auge: „Ich interessiere mich für den Beruf Fachinformatiker. Ich habe mich über ihn informiert, die übrigen Stände interessieren mich nicht sonderlich“.

Thomas Ott stellte auf der Berufsmesse die Drogeriemarktkette DM vor.: „Man kann hier mit Menschen vom Fach reden. Dies ist sehr sinnvoll und hilfreich für die spätere Berufswahl der Jugendlichen“. Dieser Meinung war auch Lisa Terschluse von der Krankenkasse Barmer GEK. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass es gerade in den Klassen 9 und 10 ganz auf die Motivation des Schülers ankommt, sich informieren lassen zu wollen. „Viele verlieren schnell das Interesse, greifen nur zum ausliegenden Material“. Sarah Grömmke von der Agentur für Arbeit war zum zweiten Mal dabei: „Man kann die Schüler wachrütteln und ihnen zeigen, dass es bald ernst wird.“