Angriff auf Buer beginnt um 11 Uhr

Am Gründonnerstag, 29. März, drangen Amerikaner mit ihren Panzern in Polsum ein. Die Deutschen konnten einen Gegenstoß unternehmen, doch der Druck der US-Truppen war zu stark. Polsum wurde aufgegeben, die Alliierten rückten auf Hassel vor. „Vormittags um 11 Uhr begann dann der Angriff auf Buer”, heißt es in den Aufzeichnungen von Pfarrer Roosen. Im Telgenbusch zwischen Hassel und Bertlich verschanzten sich noch einmal einige Wehrmachtssoldaten, die Amerikaner nahmen das Wäldchen unter Artillerie-Beschuss.

Granaten sausten auch über die Steinhalde der Zeche Bergmannsglück, in deren Schutzstollen die Menschen angstvoll auf das Kriegsende warteten. „Verdreckt und erschöpft, schon fast stumpfsinnig lagen wir in den Gängen und beteten, dass die letzten schrecklichen Tage vorübergingen”, erinnerte sich eine Hasselerin später. Unterdessen rückten die Amerikanern über die Feldhauser Straße auf Scholven vor. Auf ihrem Weg stießen zwei amerikanischen Panzer noch auf Widerstand und wurden mit Panzerfäusten gestoppt. Dann begann der Artilleriebeschuss auf Buer-Mitte.