Anfang mit zwei Tischen
15.11.2009 | 17:59 Uhr 2009-11-15T17:59:00+0100Auf mehreren großen Tischen reihen sich selbstgestrickte Schals an Socken und Mützen. Zwischen Modeschmuck und Porzellanfiguren runden zwei gehäkelte Hüte, die man über Toilettenpapierrollen stülpt, das Bild ab.
Auf dem Tisch daneben liegen gehäkelte Tischdecken. „Aber die sind out”, weiß Hildegard Quick zu berichten.
Vor fünfundzwanzig Jahren gründete die rüstige Horsterin den Handarbeitskreis der Chorgemeinschaft St. Hippolytus. „Ich handarbeite gerne. Und da haben wir uns mit ein paar Frauen zusammengesetzt und gearbeitet”, erinnert sich Hildegard Quick, die am Sonntag zum 25. Basar in das Gemeindezentrum von St. Hippolytus geladen hatte. „Da waren so schöne Sachen dabei, da haben wir gesagt, die können wir ja mal zeigen in der Gemeinde.” Der erste Adventsbasar in Horst war geboren. „Wir haben damals mit zwei Tischen angefangen. Vor fünfundzwanzig Jahren war das eine Rarität. Und wir wollten nur mal versuchen, ob das überhaupt ankommt.”
Es kam an. „Das Basar ist von Jahr zu Jahr gewachsen”, ist die ehrenamtliche Organisatorin stolz. Den Erlös spendeten die Frauen stets für die gute Sache. Mal war das ein SOS Kinderdorf, mal ein Kinderheim in Indien. Und immer gehörte auch die Orgel von St. Hippolytus dazu.
Die Handarbeiterinnen trugen zu deren Anschaffung und auch zur regelmäßigen Wartung einen Obulus bei. Und das war zu mancher Zeit nicht wenig. „In den besten Zeiten des Basars haben wir 5 000 Mark eingenommen. Und wir haben immer etwas dazu beigetragen, dass die mit ihrem Orgelkonto nicht mit leeren Händen dastehen.”
Sechs Frauen gehören noch heute zum aktiven Kreis. Für den Adventsbasar rekrutierte Hildegard Quick aber noch mehr Helfer. Denn traditionell trifft sich die Gemeinde hier nach dem Gottesdienst, zum Mittag und zum Kaffee. „Der Grünkohl mit Einlage, der gehört bei uns schon zur Tradition”, so Quick, die neben ihrer Tätigkeit im Handarbeitskreis noch im Kirchenchor singt und im Regenbogenhaus, einer Tagesstätte für obdachlose Menschen, zweimal in der Woche die Kleiderkammer betreut.
Ein paar Meter neben den Tischen haben die Frauen den großen Flügel zum Verkaufstisch dekoriert. Weihnachtliche Handarbeiten und Geschenkideen sind hier aufgebaut. Kleine Tüten aus Stoff liegen hier mit aufgestickten Weihnachtsmännern. Und daneben duftende Lavendelsäckchen.
„Die sind besonders beliebt”, verrät Hildegard Quick. „Das wird gerne gekauft - als Mitbringsel zum Kaffeeklatsch”, hat sie die Erfahrung gemacht.
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