Abschied von Hassel
14.02.2012 | 17:42 Uhr 2012-02-14T17:42:00+0100
Hassel. Die Neuapostolischen Kirchengemeinden Hassel und Buer schließen sich zusammen. Dafür wird der Standort in Hassel an der Katharinastraße aufgegeben. Dessen Kirchengebäude wurde jetzt entweiht.
Der Zusammenschluss zweier Gemeinden ist für viele Gläubige oft nicht einfach. Die Neuapostolischen Kirchengemeinden Hassel und Buer sind diesen Schritt nun gegangen. Jetzt wurde an der Katharina-straße in Hassel der letzte Gottesdienst gefeiert und das Kirchengebäude profaniert, also entweiht.
In Zukunft wird es nur eine Gemeinde geben, nämlich die in Buer. Die Hasseler Gemeinde hatte zuletzt noch 146 Mitglieder. Eine geringe Zahl, die sich jedoch ein wenig relativiert, da immerhin mehr als 60 Mitglieder regelmäßig zu den Gottesdiensten erschienen. Dennoch wurde an der Katharinastraße nun ein Schlussstrich gezogen.
„Es ist auch die Demografie, die uns zu schaffen macht“, berichtete Gemeindevorsteher Klaus Meierwisch. Als Beispiel führte er den Chor an. Dort seien viele Sänger bereits über 70 Jahre alt, so Meierwisch. Für eine lebendige Gemeinde bräuchte es seiner Meinung nach aber auch junge Menschen. „Wir wollen eine Gemeinde sein, in der sich jeder wohlfühlen kann. Auch noch in fünf oder zehn Jahren“, so der Gemeindevorsteher.
Zum letzten Gottesdienst in Hassel waren auch zahlreiche Gläubige aus den Nachbargemeinden angereist. Auf den Kirchenbänken waren zumindest recht viele junge Leute zu sehen.
Schon zu Beginn wurden von Chor und Gemeinde mehrere Lieder gesungen. Die Stimmung schien eher positiv zu sein. Mehrfach wurde während des Gottesdienstes die angenehme Atmosphäre in der Gemeinde gelobt.
Zu diesem Gottesdienst waren auch auswärtige Vertreter der Neuapostolischen Kirche erschienen. So war neben dem für den Kirchenbezirk Gelsenkirchen zuständige Apostel Rainer Stork auch Bischof Hans-Joachim Schwerdtfeger anwesend.
Als eigenständige Gemeinde gründete sich die Neuapostolische Kirche in Hassel bereits im Jahr 1922. Die Gemeinde in Buer ist etwas älter, sie existiert schon seit 1908. Das Kirchengebäude an der Katharinastraße ist mehr als 45 Jahre alt. Weitere Pläne für das Gebäude habe die Kirche übrigens bisher nicht, so Gemeindevorsteher Klaus Meierwisch.
Das Zentrum der beiden Gemeinden nach dem Zusammenschluss wird sich in Buer befinden. Erst im November letzten Jahres wurde die dortige Kirche renoviert. Schon bei der Wiedereröffnung der Gebäudes am Diesingweg feierten Gläubige aus Buer und Hassel den Gottesdienst gemeinsam. Der Gemeindevorsteher wird auch nach dem Zusammenschluss Holger Stramka sein. Er übte das Amt bereits zuvor in Buer aus.
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