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Ab in die Grube

22.08.2008 | 17:18 Uhr
Ab in die Grube

Die Pitmen haben sich nach fünf Jahren wiedervereinigt. Morgen steht ein Gig in Essen auf dem Plan.

Chris, Chris, ChristinaChris, Chris, Christina Applegate

Hach, was waren das für schreckliche fünf Jahre, in denen nicht nur die oben besungene Dumpfbacke kaum noch auf der Mattscheibe zu sehen war, sondern auch die Hymne an die Blonde nicht mehr durch die Konzertsäle schallte, nachdem die Pitmen ihren Betrieb irgendwann 2003 eingestellt hatten.

„Irgendwie traten wir auf der Stelle, die neuen Songs liefen nicht so richtig rund und da haben wir beschlossen, eine unbestimmte Pause einzulegen”, blickt Sänger Christian Waleschkowski zurück. Wobei sich Pause explizit nur auf die Aktivitäten um die Pitmen beschränkte. Ansonsten waren die Mitglieder nämlich durchaus rührig. Chris singt und saitet ja bekanntlich auch noch in den Folk-Formationen Wet Your Whistle und Sackville Street, während Kontrabassist Grischa auch weiterhin die Rockabilly-Harke bei Demented Are Go schwingt, mit denen er europaweit aktiv ist.

In der heimischen Szene kann von Vergessen allerdings nicht die Rede sein. Die Tonträger erzielen durchaus noch nennenswerte Sammlerbeträge, für ein T-Shirt mit dem Logo der Rockabilly-/Psychobilly-Formation sollen schon Summen um die 50 Euro den Besitzer gewechselt haben. Wem das alles zu teuer sein sollte: Über www.pitmen.de sind zumindest Restbestände an CDs (die beiden Alben „Listen To The Engine” und „Welcome To The Show”) und massenhaft Vinyl zu haben.

Irgendwann Ende des vergangenen Jahres ergab sich dann aber spontanes Jucken in den Fingern der Beteiligten, wieder in der letzten Formation gemeinsam zu musizieren. Ein erster Auftritt ging im April bereits beim Satanic Stomp Festival vor über 1200 Besuchern über die Bühne. Am morgigen Sonntag wird man zum ersten Mal wieder vor quasi heimischen Gefilden beim Essen Original Festival auf der Bühne gastieren. Auftrittsort ist die Turock-Bühne auf dem Viehofer Platz, wo man sich im musikalisch nicht zwingend passenden Korsett zwischen Hardcore- und Pagan-Metal-Bands befindet. Wie auch immer, für die Pitmen sollte man spätestens um 16.20 Uhr vor Ort sein.

Weitere Auftritte, vielleicht auch in Buer City sind ebenfalls in Planung, aber derzeit noch nicht spruchreif. Ein neues Album wird es allerdings in absehbarer Zeit nicht geben, dazu hätten die Beteilligten zu wenig Zeit. Solange singen wir halt weiter Chris, Chris, Christina, Chris, Chis, Chistina Applegate.

Die guten alten Zeiten

Hach, was waren das noch Zeiten, als die Beatles noch vollständig waren, die Mick Jagger noch ohne Background-Sänger auskam und wir alle sowieso noch viel jünger waren. Quasi im Gedenken an die gute alte Zeit zelebrieren heute an zwei Orten drei Bands Hits aus 40 Jahren Rock-Geschichte.

Zum einen wäre da die immer wieder gern genommene Jessica Band, die zwar in den 60er verwurzelt ist, aber auch nicht vor Lenny Kravitz zurückschreckt. Die heute bei Bauer Becks an der Giebelstraße. Beginn ist um 20 Uhr, Karten gibt's für 10 Euro an der Abendkasse.

Ebenfalls Alt-Gebrachtes wird nebenan auf Hof Holz intoniert. Dort haben sich Vincebus und Second Spring angekündigt. Anstoß ist um 19 Uhr, der Eintritt schlägt mit 'nem Heiermann zu Buche.

Im buerschen Zentrum hält die Oisin Kelly Gallery die Live-Fahne hoch. Dort hat man CUT (das ist die Abkürzung für Carmen, Uwe und Tony) engagiert, die mit uneingestöpselten Instrumenten Folk und Rock zum Besten geben werden. Auch an der Brinkgartenstraße ist man mit 5 Euro dabei. Beginn ist um 20.30 Uhr.

Im Kronski ist dagegen nichts mit bespaßt werden. Stattdessen darf/muss/soll der Gast gerne selbst zum Mikrofon greifen und bei der Karaoke-Party die Stimme erheben. Ab 22 Uhr erklingen erste Töne. Einrtitt: 4 Euro.

Sebastian Konopka



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