A 52: Planunterlagen liegen in Gladbeck aus

Die Pläne und Unterlagen des Landes für den Ausbau der B 224 zur A 52 können Interessierte jetzt im Gladbecker Rathaus einsehen. Das umfangreiche Material des Landesbetriebs Straßen NRW für das Planfeststellungsverfahren ist vier Wochen lang im Raum 061 am Willy-Brandt-Platz für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie kann sich informieren und bei Bedarf Einwendungen erheben.

Auf den ersten Blick erscheint das Material erstaunlich überschaubar: Acht dicke, schwarze Mappen, ordentlich mit „A 52“ beschriftet. Eine achtbändige Gesamtausgabe der Planungen sozusagen, die Platz hat auf einer Schreibtischecke. Mehr gibt es nicht, ein einzelnes Exemplar wurde vom Land zur Verfügung gestellt. Das ist so üblich.

Der Eindruck der Überschaubarkeit verflüchtigt sich allerdings schnell bei Betrachtung des Inhalts. Alle Ordnermappen sind prall gefüllt mit mehrfach gefalteten Karten und Plänen und oft seitenlangen Gutachten. Keine leichte Kost für Laien. Es geht u.a. um Bauwerksverzeichnisse, Lage- und Höhenpläne, Grunderwerbsverzeichnis, Immissionsschutzuntersuchungen und Lärmfernwirkung, um Landschaftspflege-, Begleitplanung, Wassertechnische- und Schadstoff-Untersuchungen. Hunderte von Seiten, gespickt mit Zahlenmaterial und Fachvokabular!

Einwendungen sind möglich

„Wir stellen nur die Räumlichkeit“, erklärt Stadtpressesprecher Tim Deffte. Dazu sei die Stadt verpflichtet. Einige Übersichtspläne werden dennoch ausgehängt, eine Karte mit dem Verlauf der Strecke wird ausgelegt. Mehr passiert nicht.

An einem Schreibtisch sitzt eine städtische Mitarbeiterin, um bei Bedarf Einwendungen der Bürger zu Protokoll zu nehmen. Dass es diese geben wird, davon ist auszugehen. Das Interesse der Gladbecker ist groß, die Bereitstellung der Pläne auf der Homepage der Stadt seit Mitte Dezember hatte bereits 1636 Klicks.