A 52: Gladbecker Bürgerforum appelliert an Minister

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Das Bürgerforum Gladbeck appelliert an NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne), dafür Sorge zu tragen, dass die A 52 „zugunsten anderer, wirklich notwendiger Reparatur- und Baumaßnahmen“ im Bundesverkehrswegeplan keine Priorität erhält.

Frist nicht eingehalten

Das Bürgerforum verweist auf die jüngsten WAZ-Berichte zum Thema A 52 und unterstreicht in dem Schreiben an Minister Remmel, dass die Bezirksregierung Münster die gesetzlich vorgeschriebene Dreimonatsfrist zur Durchführung des Erörterungstermins für den Gladbecker Abschnitt (von der Grenze Bottrop bis zur A 2) nicht eingehalten habe und so alle Betroffenen „in einem unerträglichen Zustand der Unklarheit“ halte.

Erörterungstermin steht aus

Für das Planfeststellungsverfahren auf Bottroper Stadtgebiet stünde der Erörterungstermin bereits seit mehr als fünf Jahren aus. Der Ablauf der Planfeststellungsverfahren stehe damit im krassen Widerspruch zur Einbeziehung der Maßnahme in den Bundesverkehrswegeplan 2015 im jetzt bevorstehenden Auswahlverfahren. Das Bürgerforum spricht in dem Brief an Remmel von einer „willkürlichen Abschnittsbildung des Planverfahrens“. Für die A 52 auf dem in Betracht kommenden Abschnitt bestehe kein Bedarf. Sie könne wegen der Aussichtslosigkeit des Projekts in Essen auch nicht mehr Transitautobahn genannt werden.

Eingriff in die Lebensqualität

Das Projekt sei insgesamt nicht geeignet, die „untragbaren Verkehrsverhältnisse auf der B 224 in Gladbeck zu verbessern“. Dafür gebe es bessere Vorschläge. Von dem Vorhaben seien in hohem Maße Umweltbelange betroffen. Die Umsetzung der Planungen sei ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Lebensqualität von Zehntausenden Menschen.

Das Bürgerforum formuliert an die Adresse von Minister Remmel: „Wir können uns deshalb nicht vorstellen, dass die Inhalte bzw. Zielsetzungen des Verfahrens mit Ihrem Hause abgestimmt sind und von Ihnen mitgetragen werden.“

Insbesondere sei es dringend notwendig, das Wittringer Naherholungsgebiet neben der B 224 in die Untersuchungen zur Umweltverträglichkeitsprüfung umfassend mit einzubeziehen.