Stadtkulissen in Aquarell

Heinrich Meyer malt. Er hält fest, was er sieht. Meistens sind es Häuser, die er in seinen Aquarellen zeigt. Häufig malt er auch Landschaftsimpressionen. Meist ohne Menschen darauf zu zeigen. Und das ist gut, denn gerade die Darstellung von Stadtkulissen verschiedenster Art liegt ihm.
Über sechzig seiner Arbeiten sind seit Sonntag auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Hugo in der Machinenhalle von Schacht 2 zu sehen. Initiator der Bilderschau ist Klaus Herzmanatus. „Er wollte etwas kulturelles machen und hat diese Ausstellung angeregt”, war Heinrich Meyer gleich bereit, seine Arbeiten in dieser Kulisse zu zeigen. Die Besucherzahlen und sogar ein kleiner Verkaufserlös dankten es ihm am Sonntag.
Heinrich Meyer malt am liebsten, was er sieht. Und im Revier gehört dazu immer auch ein Förderturm. Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool /
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Vor über sechzig Jahren griff der Gelsenkirchener zum ersten Mal zu Pinsel und Farbe. „Ich habe nicht weit von der Zeche Hugo entfernt gewohnt. Von meinem Fenster aus habe ich 1947 die das Bergwerk gemalt. Da hatten sie gerade die Förderung wieder aufgenommen”, erinnert sich Meyer an die erste Erfahrung mit diesem Hobby, das ihn bis heute fasziniert. Zwischenzeitlich, als der gelernte Handwerker sich mit einem eigenen Betrieb selbstständig gemacht hatte, blieb für das Malen nicht viel Zeit. Doch nun, nach der Rente, malt Meyer wieder.
Seit vielen Jahren produziert er auch einen eigenen Kalender. Der diesjährige zeigt hauptsächlich Buersche Stadtansichten in Aquarell gemalt. Er ist in einer Auflage von 250 Stück erschienen. Und er ist beinahe ausverkauft. Nur ein paar letzte Exemplare waren am Sonntag noch zu haben.
Wer keinen Kalender ergattern konnte und die Bilder nicht im heimischen Wohnzimmer betrachten kann, hat bis Ende Januar in der Maschinenhalle von Schacht 2 immer sonntags von 11 bis 16 Uhr Gelegenheit dazu. Hier steht dann der Künstler Interessierten Rede und Antwort.












