25 Kinder proben für ein Musical in der Apostelkirche

Noch wird eifrig geprobt: Anfang Juni zeigen die Kinder ihre Version der Geschichte Belsazars im Gottesdienst in der Apostelkirche.
Noch wird eifrig geprobt: Anfang Juni zeigen die Kinder ihre Version der Geschichte Belsazars im Gottesdienst in der Apostelkirche.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Geschichte von König Belsazar aus dem Alten Testament bringen die Kinder und jugendlichen aus der Singschule der Apostelkirche Anfang Juni auf die Bühne. Die Aufführung findet im Rahmen eines Gottesdienstes statt.

25 Kinder im Alter von fünf bis 16 Jahren wirken mit beim Musical der Singschule an der Apostelkirche „Belsazars Festmahl“. Wie immer steht eine biblische Geschichte im Mittelpunkt - und die hat es dieses Mal in sich, birgt den Stoff für einen echten Krimi.

„Die Israeliten wurden nach Babylonien verschleppt und werden als Sklaven gehalten“, erklärt Leiterin und Kantorin Martina Wronski. „Dort entweiht der König Belsazar die heiligen goldenen Becher aus dem Tempel, indem er bei einem Festmahl daraus trinkt. Daraufhin erscheint ein Schriftzug an der Wand, den zunächst keiner versteht, mit dem Gott deutlich macht, das lässt er sich nicht gefallen. Der König Balsazar hat sein Recht auf Leben verwirkt und wird noch in der selben Nach gekidnappt und ermordet.“ Das aber, so Wronski, sehe man nicht. Schließlich sei es ein Stück für Kinder.

Schauspielerisches Talent gefordert

Eine Rolle, in die die neunjährige Maya schlüpft. „Am Ende muss ich hinter dem Vorhang kreischen“, erzählt sie von ihrem gewaltsamen Ableben im Stück. Zuvor aber muss sie einiges an Arbeit bewältigen. Fast immer ist sie auf der Bühne, oft singt sie Soli, musste viel auswendig lernen. „Ich muss in meinen Liedern immer angeben. Sogar, wenn ich mich bei den Schriftdeutern bedanke, die helfen wollen, den Schriftzug zu übersetzen. Die Rolle ist schon schwierig. Aber ich finde sie ganz in Ordnung.“

Richtig glücklich mit ihrem Part ist die zehnjährige Laura. Sie spielt die Mutter Balsazars, die dazu rät, den alten Daniel zu dem Schriftzug zu befragen und hat ein Lied ganz für sich. Die Geschichte, die hier auf die Bühne gebracht wird, kannten die junge Dame und ihre Mitstreiterinnen vorher nicht. „Aber am Anfang liest Martina Wronski uns allen die Geschichte immer vor.“