Volkssport Fahrradfahren bringt Fröndenberg voran
16.02.2010 | 13:46 Uhr 2010-02-16T13:46:00+0100
Fröndenberg. Von der Kettenherstellung bis zum Ruhrtalradweg - Fröndenberg und das Fahrrad sind seit jeher eng verknüpft. Das touristische Potential des Radfahrens soll nun weiter ausgeschöpft werden.
Als die Firma Union die Fahrradteileproduktion Mitte der 90er in der Ruhrstadt aufgab, hätte dieser Einschnitt das Ende der Fröndenberger Fahrrad-Tradition bedeuten können. Doch nun boomte auf einmal der Radsport. 1997 gewann Jan Ullrich die Tour de France, bereits ein Jahr zuvor machte der in Unna lebende Erik Zabel von sich reden, als er das Grüne Trikot des besten Sprinters gewinnen konnte. Diese Popularität machte sich Fröndenberg mit seinen profilierten Strecken zu Nutze und konnte die Deutschland-Tour mehrfach durch die Stadt führen - zuletzt im Jahr 2008. Berücksichtigt wurde dabei auch immer der Streckenanstieg entlang der Eulenstraße, die dem 1989 errichteten Eulendenkmal auch seinen Namen gab.
Zabelroute und Volksradfahren
Sowohl die Zabel-Route als aber auch das Volksradfahren bilden bis heute Bausteine der touristischen Vermarktung Fröndenbergs.
Wenn Hubert Sallamon vom Team Stadtmarketing auf Messen und Ausstellungen mit diesem Pfund wuchert, ist ihm die Aufmerksamkeit der Besucher gewiss. Diese Präsenz in der Tourismus-Branche zahlt sich inzwischen in barer Münze aus. Die Beherbergungsbetriebe steigern die Übernachtungszahlen. Von 2007 auf 2008 verzeichnet Sallamon einen Zuwachs von 11,9 Prozent. „Insgesamt weist die Statistik des Landes damit für das Jahr 2008 13 150 Übernachtungen bei Beherbergungsbetrieben mit mehr als neun Betten in Fröndenberg aus.” Er erwartet die aktuellen Übernachtungszahlen für das Jahr 2009 mit Spannung, denn in der zurückliegenden Saison wurde die Strecke von über 100 000 Freizeitradlern und Radtouristen befahren.
Neueste Zahlen
Wenn Hubert Sallamon heute Abend ab 17 Uhr im Ausschuss für Kultur, Tourismus, Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung über das touristische Potential des Radfahrens spricht, hofft er, aktuelle Zahlen vorlegen zu können. Eines ist schon jetzt sicher: Im Jahr 2010 steht der Zabel-Route nun eine neue, offizielle Beschilderung gemäß der Straßenverkehrsordnung bevor. Der Ausschuss findet im Sitzungssaal des Stiftsgebäudes statt.
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