Verschönerung: Bunte Blumensträucher an der Polizei
20.06.2007 | 09:00 Uhr 2007-06-20T09:00:10+0200Fröndenberg. Die Gestaltung der einzigen Grünfläche in der Fröndenberger Innenstadt bleibt weiterhin ein Streitthema. Dass etwas mit dem Rasen "Im Stift" passieren muss, darüber sind sich alle einig, nur am Wie spalten sich die gärtnerischen Vorstellungen
Von der Verwaltung war eine Verschönerungsaktion geplant, die entweder 6 300 oder 9 100 Euro kosten sollte, je nach gestalterischer Alternative - unsere Zeitung berichtete. Die Kosten, die außerplanmäßig sind, hätten, wenn möglich, an anderer Stelle im Haushalt abgezwackt werden sollen.
"Die Idee einer Verschönerung ist hervorragend", sagte CDU-Mitglied Josef Schmidt, "nur der Haushalt gibt es zurzeit nicht her." Es müsse in diesem Jahr gespart werden. Auch die SPD teilte diese Meinung. Verschönerung ja, Kosten nein. Ganz klar wären das Anlegen eines befestigten Pfades und das Aufstellen einer Bank ein Beitrag zur Lebensqualität, sagte Jochen Preising von der SPD. "Verweil-Nischen in der Stadt sind wichtig und sollten nicht noch mehr in die Einkaufszentren in der Peripherie rücken."
Allein das Geld reicht nicht - vorerst. Ideen für die Gestaltung der Grünfläche an der Polizei sollen für die nächsten Haushaltsberatungen gesammelt werden. Als "schöne" Vorablösung werden im Herbst bunt blühende Sträucher gepflanzt - aus dem Haushaltstopf "Ortsbild verbessernde Maßnahmen".
"Die Grünfläche hat eine große Bedeutung für die Gestaltung der Innenstadt", betont Fachbereichsleiter Bauamt Werner Geiseler. Der Trampelpfad an dieser Stelle sollte beflastert und farblich aufgewertet werden.
"Wir schaffen dadurch einen Pflegebedarf", so die Antwort der Mitglieder des Bau- und Verkehrsausschusses, die sich mit der Verschönerungsaktion beschäftigten. "Den haben wir auch jetzt schon", antwortet Geiseler - "wir sind ihm bisher nur nicht nachgekommen."
Christa Büscher, Fraktionsvorsitzende der FWG, schlug vor, sich lieber anderen Stellen in Fröndenberg zu widmen. Der Friedhof in Dellwig sei durch wilde Trampelpfade nahezu entstellt. "Die Leute sollten mal merken, was sie da mit ihrem Handeln eigentlich anrichten", sagte sie. Auch die von der FWG angelegte Rosenfläche an der Ruhrbrücke müsse mehr gepflegt werden, bemängelte sie. Ecken, die mehr Pflege bräuchten, gebe es einige.
0mitdiskutieren