Schulbus und Auto stoßen zusammen - sechs Schüler verletzt

Zahlreiche Notärzte und Rettungswagen
Zahlreiche Notärzte und Rettungswagen
Foto: WP

Fröndenberg..  Sechs Jugendliche sind gestern Nachmittag leicht verletzt worden, als ein Schulbus und ein Auto frontal zusammenstießen. Die Fahrer der beiden Fahrzeuge kamen schwer verletzt ins Krankenhaus. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst lösten angesichts des Unfalls die Alarmstufe „Massenanfall von Verletzten“ (MANV) aus. Noch vor Ort hieß es seitens der Rettungskräfte, dass das Unglück aber glücklicherweise recht glimpflich ausgegangen sei.

Alle Schüler ins Krankenhaus

Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge war der 59-jährige Fahrer des Mercedes Kombi auf der Ostbürener Straße Richtung Hohenheide unterwegs. Am Ortsausgang Hohenheide kam ihm ein Schulbus mit 14 Kindern und Jugendlichen zwischen zehn und 20 Jahren entgegen. An der Steigung zum Querweg verlor der Mercedes-Fahrer aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über den Wagen. Er geriet auf die Gegenfahrbahn. Der 44-jährige Busfahrer konnte nicht mehr ausweichen. Die Wucht der Kollision war so groß, dass der Mercedes in den einen Straßengraben geschleudert wurde und der Bus in die Böschung auf der anderen Fahrbahnhälfte.

Der Alarm bei der Feuerwehr ging um 13.46 Uhr ein. Der Rettungsdienst sowie die Löschgruppen Ostbüren und Hohenheide waren zuerst am Unfallort, sie sicherten die Unfallstelle und übernahmen die Erstversorgung der Verletzten. Dabei zeigte sich rasch, dass es unter den Schülern gottseidank keine Schwerverletzten gab, wenn auch viele unter Schock standen. Das Buswrack wurde soweit stabilisiert, dass die Kinder und Jugendlichen gefahrlos herausgeführt werden konnten. In einem eilig herbeigeholten und beheizten Ersatzbus wurden sie betreut. Dann entschied die Einsatzleitung, dass nicht nur die Leichtverletzten, sondern alle Schüler zum Durchchecken vorsorglich in umliegende Krankenhäuser gebracht werden.

Notfallseelsorger für Eltern

In der Zwischenzeit waren auch die beiden leicht eingeklemmten Fahrer befreit worden. Den Busfahrer versorgten die Ärzte zunächst in einem Nachbarhaus. Beide Verletzten wurden dann ebenfalls ins Krankenhaus gefahren. „Das hätte auch schlimmer kommen können“, resümierte Polizeipressesprecher Ralf Hammerl.

Mittlerweile waren auch die Löschzüge Fröndenberg-Mitte und Warmen nachalarmiert worden. Nach Angaben des Feuerwehrsprechers Dieter Ladwig beteiligten sich außerdem Notärzte aus Unna, Menden und Wickede am Einsatz. Insgesamt waren sieben Rettungswagen vor Ort, außerdem Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann. Für die besorgten Familien der Schüler richtete die Feuerwehr im Gerätehaus Hohenheide eine Anlaufstelle ein. Dort stand den besorgten Eltern auch ein Notfallseelsorger zur Seite.

Die Unfallstelle wurde zur Bergung des Busses und für die Spurensicherung großräumig für mehrere Stunden gesperrt. Auf einer Strecke von mehreren hundert Metern streute die Feuerwehr ausgelaufenen Treibstoff und Öl ab.