Schürenfeld neu in der Diskussion
10.02.2012 | 17:31 Uhr 2012-02-10T17:31:00+0100
Fröndenberg.Die FWG war nicht müde geworden, das Thema Schürenfeld mit Anträgen auf die politische Tagesordnung zu setzen. Und jetzt macht es der demografische Wandel mit dem angekündigten drastischen Einwohnerschwund möglich, dass das Wohn- und Gewerbegebiet neu diskutiert wird. Wobei die Betonung eindeutig auf Wohngebiet liegt.
„Wir müssen dem demografischen Wandel begegnen“, findet Wolfgang Harwardt (CDU). Er kann sich beispielsweise gut vorstellen, Mehrgenerationenhäuser auf dem Schürenfeld zu planen. Doch bevor überhaupt geplant werden kann, muss ein Bebauungsplan-Verfahren in Gang gesetzt werden. Und weil allein die Planung Geld kostet – ganz zu schweigen von den Erschließungskosten, die bei einer Umsetzung der Pläne anfallen würden – hatte die Lokalpolitik vor rund zwei Jahren zum letzten Mal entschieden, erstmal auf die Planungen zu verzichten. Jetzt scheint diese Haltung zu bröckeln, zumal auch Beigeordneter und Kämmerer Günter Freck im Stadtentwicklungsausschuss signalisierte, dass es möglich sei, eine „reine Vorratsplanung“ zu machen. Diese Pläne könnten dann aus der Schublade gezogen werden, wenn es bauwillige Interessenten gebe.
Auch Jürgen Wiechert (SPD) will, dass sich am Schürenfeld etwas bewegt. „Wenn wir gar nichts mehr machen, stehen wir bald außen vor“, schaut Wiechert auf die Konkurrenz. Schließlich buhlen auch andere Städte um Neubürger. Deshalb will Wiechert, dass die Verwaltung ermittelt, was es kostet, die Planungen voranzutreiben. Dass André Sander (FWG) diese Haltung der beiden großen Fraktionen nur begrüßen kann, versteht sich von selbst. Er wies noch einmal darauf hin, dass im Schürenfeld schon jahrelange Arbeit und sehr viel Geld steckten, sodass es ein Fehler wäre, diese Pläne nicht zum Abschluss zu bringen.
Die Grünen sehen das anders. Axel Bruns hält es „in Zeiten knapper Ressourcen“ für „nicht sinnvoll, noch einmal 90 000 Euro in die Planung zu schießen“. Man solle sich lieber auf realistische Dinge stürzen. Bekanntlich wollen die Grünen lieber Baulücken schließen als Neubaugebiete zu erschließen.
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