Schüler fordern: Skateanlage erweitern
14.07.2009 | 16:36 Uhr 2009-07-14T16:36:00+0200Das war mal eine Schulaufgabe mit Praxisbezug: Die Schüler der Klasse 8.3 der Gesamtschule haben einen Bürgerantrag gestellt, über den am Mittwoch, 29. Juli, ab 17 Uhr im Haupt- und Finanzausschuss beraten wird. Sie wollen, dass die Skateanlage des Landschaftsparks Ruhrtal erweitert wird.
Marc Kemper (14) ist einer der Schüler, der den Antrag mitformuliert hat. Bei gutem Wetter sind Marc und seine Freunde jeden Tag mit ihren Sportgeräten auf der Anlage und üben Tricks. Das Problem ist der knappe Platz. „Oft sind wir mit 20 Leuten hier”, schildert der 14-Jährige die Situation. Dann kommen nur wenige ins Rollen, während die anderen zugucken müssen. „Wir brauchen mehr Platz”, fordern die Jugendlichen deshalb und untermauern den Wunsch ganz förmlich mit dem Antrag an den Haupt- und Finanzausschuss. Nicht einfach nur meckern, sondern alle verfügbaren Hebel in Bewegung setzen, um etwas zu ändern, lautet das Motto.
Mitte Juni haben sich die Schüler mit Ilka Essers, Christoph Börger und Matthias Weischer von der Stadt Fröndenberg vor Ort getroffen, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Alle waren sich einig, dass Ergänzungsbedarf besteht. Um etwas zu tun, müsste zunächst die nutzbare Skate-Fläche vergrößert werden. Das wäre die Grundlage, auf der eine Olly-Box aus Sichtbeton errichtet werden könnte. Eine Doppel-Quarterpipe mit Schutzrohr und eine weitere Elementgruppe wünschen sich die Jugendlichen ebenfalls. Den Traum von einer richtigen Halfpipe haben die Achtklässler bereits ausgeträumt. „Die wäre zu laut”, zeigt Christopher Gersdorf (14) Verständnis dafür, dass der Skater-Traum ein Alptraum für Erholungsuchende im Ruhrpark und Besucher des Kulturzentrums wäre. Deshalb haben die jungen Fröndenberger ihre Wunschliste auf das Machbare beschränkt. Wenn die Anlage erweitert würde, müsste die vorhandene Rail nach ihren Vorstellungen außerdem mehr Platz bekommen. „Im Moment haben wir gar keine Anlaufmöglichkeit”, kritisiert Jan Müller (16), der jetzt in die zehnte Klasse kommt und das Anliegen seiner Mitschüler voll unterstützt.
Auf Unterstützung stößt die Klasse 8.3 nicht nur bei Jan Müller, sondern bei der breiten Masse der Jugendlichen. „Allein an unserer Schule, so hat eine Erhebung unsererseits ergeben, wären über 50 Kinder und Jugendliche daran interessiert, dass die entsprechenden Erweiterungen in Angriff genommen würden”, schreiben sie in ihrem Antrag und schließen ganz höflich: „Wir hoffen, dass wir damit Ihr Interesse für die Belange der Jugendlichen in Fröndenberg wecken konnten und würden uns über eine positive Rückmeldung freuen.”
Bis es diese positive Rückmeldung gibt, könnte es allerdings noch dauern. Die Verwaltung empfiehlt den Ausschussmitgliedern in der Beschlussvorlage für den Hauptausschuss, den Bürgerantrag an den Ausschuss für Sport und Freizeit zu verweisen. Und der tagt planmäßig erst wieder im nächsten Jahr.
10:16
ja,wir haben den antrag zwar gestellt,aber bis jetzt ist keine antwort gekommen :-o :(