Schon 325 gegen das Schürenfeld

Das Foto zeigt den Facebook-Auftritt der "Bürgerinitiative gegen das Gewerbegebiet Schürenfeld".
Das Foto zeigt den Facebook-Auftritt der "Bürgerinitiative gegen das Gewerbegebiet Schürenfeld".
Foto: WP

Fröndenberg..  Knapp einen Monat nach der Gründungsversammlung der Bürgerinitiative (BI) gegen die Erweiterung des Gewerbegebietes Schürenfeld hat sie bereits 325 Unterschriften von Gleichgesinnten gesammelt. Diese Zahl nannte Andreas Hennemann vom Vorstand der Bürgerinitiative am Dienstag im WP-Gespräch. Zur Erinnerung: Bis Ende März müssen die Gegner des Industriegebietes 1100 Unterschriften zusammen haben, damit der Stadtrat sich erneut mit dem Thema auseinandersetzen muss.

Neue Mitglieder sind willkommen

Andreas Hennemann und sein vorstandskollege Friedrich Westhelle zeigen sich aber optimistisch, dass die BI dieses Ziel erreichen kann. „Wir erleben einen großen Zuspruch bis hinein nach Fröndenberg-Mitte“, berichtet Westhelle. Bislang seien der Bürgerinitiative aus diesem Bereich rund 50 Unterschriften zugesagt oder schon abgegeben worden.

Der Startschuss für das weitere Unterschriftensammeln fällt nun am kommenden Samstag am Rewe-Markt an der Hauptstraße. Dort wird die Bürgerinitiative einen Stand aufbauen. Von 9 bis 18 Uhr können Bürgerinnen und Bürger dort für den Antrag unterzeichnen, dass der Rat das Gewerbegebiet nochmals auf die Tagesordnung setzt. Auch wer noch nicht verbindlich unterschreiben, sondern sich nur über das Thema informieren will, ist willkommen. Westhelle zufolge werden sich acht Mitglieder der BI an dem Info-Stand abwechseln. Neben dem Bürgerantrag können auch Mitgliedsanträge für die BI unterschrieben werden. „Neue Mitglieder wären schön, aber wichtiger ist natürlich der Antrag“, sagt der frühere FDP-Ratsherr Westhelle.

Der Fröndenberger Stadtrat hatte im Dezember die Erweiterung des Gewerbegebietes Schürenfeld zwischen Strickherdicke und Langschede auf 15,2 Hektar beschlossen. Auf diese Weise soll Fröndenberg langfristig ausreichend Flächen für neue Betriebe zur Verfügung haben. Die Bürgerinitiative lehnt das Gewerbegebiet ab – unter anderem, weil sie eine Verschärfung der Verkehrsprobleme auf der B233 befürchtet. Dort sind zwei neue Ampeln geplant, die zu zu weiteren Rückstaus im Berufsverkehr führen könnten. Westhelle betont aber, dass sich die Initiative gegen den Standort richtet, und nicht grundsätzlich gegen ein Industriegebiet. Seiner Ansicht nach sollte die alte Idee eines interkommunalen Gewerbegebietes mit Unna im Bereich der Wilhelmshöhe wieder überprüft werden.

Am 16. Januar und am 23. Januar werden der Vorstand und die Arbeitskreise der BI das weitere Vorgehen besprechen. Möglicherweise ist bis dahin auch ein Antwortschreiben aus dem Rathaus eingetroffen: Die BI hat nämlich in der Verwaltung angefragt, wie viele Unterschriften sie ganz genau für einen erfolgreichen Bürgerantrag braucht. Die bislang im Raum stehende Zahl von 1100 begründet sich auf einer Einwohnerzahl in Fröndenberg von 22 000 – allerdings stammt diese Zahl aus dem Jahr 2010. Einen erfolgreichen Bürgerantrag müssen 5 Prozent der Einwohner unterzeichnen.