Ruhr-Tourismus will 2016 die Radler auf dem Ruhrtalradweg zählen

Die Radtouristen fahren direkt durch die Fröndenberger Innenstadt.
Die Radtouristen fahren direkt durch die Fröndenberger Innenstadt.
Foto: WP

Fröndenberg..  Die Ruhr-Tourismus-Gesellschaft plant eine große Analyse des Radverkehrs auf dem Ruhrtalradweg. Fröndenberger Hoteliers hatten zuletzt in der WESTFALENPOST eher einen Rückgang als eine Zunahme bei der Zahl der Rad-Touristen ausgemacht. Ob das tatsächlich so ist, soll jetzt die aufwändige Untersuchung zeigen – allerdings erst 2016.

Radler müssen im kommenden Jahr damit rechnen, auf dem Radweg kurz angehalten zu werden. In kleinen Interviews fragen die Helfer nach Ziel und Herkunft der Radler. Die Ruhr-Tourismus-Gesellschaft mit Sitz in Oberhausen will auch wissen, ob es sich bei den Radfahrern um Wiederholungstäter, Berufspendler oder Touristen handelt. „In der Regel machen die Leute gerne mit“, sagt Ruhr-Tourismus-Sprecher Jochen Schlutius.

Eigentlich hatte die Zählung schon im vergangenen Jahr stattfinden sollen. „Wir mussten das wegen des Frühjahrssturms Ela verschieben“, sagt Schlutius. Jetzt mussten die Tourismus-Verantwortlichen den Termin noch einmal auf 2016 verschieben. Die Analyse soll sich möglichst über die ganze Saison strecken, um einen möglichst guten und umfassenden Überblick zu bekommen. „Wir wollen uns nicht nur auf die langen Feiertagswochenenden beschränken“, erklärt der Sprecher.

Letzte Analyse vor vier Jahren

In der Stadtverwaltung blickt man der Zählung gespannt entgegen. Die Ergebnisse könnten der Stadt neue Anhaltspunkte für Verbesserungen geben. Die bislang letzte Analyse ist vier Jahre her. Damals wurde der Ruhrtal-Radweg mehrfach ausgezeichnet und erfuhr bundesweit Aufmerksamkeit. Die Welle ist abgeebbt. Das Radler-Verhalten könnte sich seitdem positiv wie negativ verändert haben. Seit etwa zwei Jahren erleben zum Beispiel Elektro-Fahrräder einen massiven Aufschwung. Das könnte ganz neue Nutzerschichten nach Fröndenberg bringen, vermutet man in der Stadtverwaltung.

Dass Städte wie Fröndenberg alleine durch den Ruhrtal-Tourismus nicht zur Touristenstadt werden, sieht auch Schlutius so. „Natürlich reicht der Tourismus alleine für die Hoteliers nicht aus. Für viele ist es aber ein gutes Zusatzgeschäft.“ Während Geschäftsreisende vornehmlich unter der Woche unterwegs sind, sorgen die Radtouristen an Wochenenden für eine gute Auslastung. Das bestätigen auch die Fröndenberger Hoteliers nahezu einvernehmlich.