Quote der U-3-Betreuung ist vorbildlich

Alltag für die Kleinsten Bürger der Stadt: In Fröndenberg gibt es 180 Betreuungsplätze für Unter-Dreijährige.
Alltag für die Kleinsten Bürger der Stadt: In Fröndenberg gibt es 180 Betreuungsplätze für Unter-Dreijährige.
Foto: picture alliance / dpa

Fröndenberg..  Zwar wird wegen des demographischen Wandels die Zahl der Kinder und Jugendlichen auch im Kreis Unna kleiner: „Unsere Fallzahlen allerdings schrumpfen nicht“, sagt Theodor Rieke, Vorsitzender des Kreisjugendhilfeausschusses. Er hat gemeinsam mit Sandra Waßen, Fachbereichsleiterin Familie und Jugend des Kreises, jetzt den Tätigkeitsbericht des Kreisjugendamts für Fröndenberg, Bönen und Holzwickede vorgestellt.

Die Versorgung der Betreuung für Unter-Dreijährige ist vorbildlich: In Fröndenberg liegt die Quote bei 41,7 Prozent – und damit weit über dem gesetzlichen Soll von 32,5 Prozent. Es gibt in der Stadt 137 U-3-Plätze in Kindertagesstätten und 43 Plätze in der Tagespflege. „Der Bedarf ist da“, sagt Sandra Waßen vom Kreisjugendamt. Es gebe derzeit eine kleine Warteliste für das kommende Kindergartenjahr: „Wir werden aber alle Eltern versorgen können“, so Theodor Rieke. Ein paar U-3-Plätze würden ohnehin frei gehalten: für Familien, die neu nach Fröndenberg ziehen, und für Kinder von Flüchtlingseltern.

In Fröndenberg gab es im vergangenen Jahr drei abgeschlossene Adoptionen, davon keine Stiefelternadoption.

Die soziale Kontrolle ist groß. So beobachten Menschen aufmerksamer, was mit Kindern in ihrem Umfeld passiert. Im vergangenen Jahr hat es 55 Meldungen zur Kindeswohlgefährdung gegeben (in Fröndenberg, Bönen und Holzwickede). Das sind knapp 40 weniger als im Vorjahr: Hintergrund dürfte sein, dass Maßnahmen zum Kinderschutz greifen und einzelne Einrichtungen oft schon im Vorfeld reagieren und den Eltern Unterstützung anbieten. Pro Monat gab es im vergangenen Jahr 12 bis 14 Heimunterbringungen in Fröndenberg.

Ein Schwerpunktthema der Arbeit wird auch in naher Zukunft die Inklusion sein. So hat es im Jahr 2014 in Fröndenberg 17 Fälle von seelisch behinderten Kindern und Jugendlichen gegeben, die eine Schulbegleitung benötigen. Im Vorjahr waren es noch 9 Fälle. Die Betreuung der Fälle sei arbeitsintensiv.

Wer Rat und Hilfe benötigt, kann sich beim Kreisjugendamt melden. Ansprechpartnerin ist Ulrike Schulze-Altcappenberg vom Familienbüro: 02303/272251. „Das Kreisjugendamt ist eine Serviceeinrichtung“, sagt Sandra Waßen.