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Pitney schmeißt hin: Satchmo und Radhotel dicht

01.07.2011 | 17:11 Uhr
Pitney schmeißt hin: Satchmo und Radhotel dicht
Elisa Pitney schmeißt im Bahnhof Fröndenberg hin.

Fröndenberg.Elisa Pitney hat gestern das Café Satchmo und das Radhotel im Bahnhof Fröndenberg dichtgemacht. „Ich bin nicht bereit, mich weiter ausziehen zu lassen“, begründet die Initiatorin des Kulturbahnhofs ihren Entschluss.

Als Beschäftigte der AWO betrieb sie das Radhotel seit rund einem Jahr, baute das Café Satchmo auf und etablierte den Bahnhof als Kulturtreff. „Ein Zehn- bis Sechzehn-Stunden-Job – jeden Tag“, rechnet Pitney zusammen. Dafür sei sie lediglich auf 400-Euro-Basis bezahlt worden. Zusätzlich hatte sie eine Wohnung im Bahnhof zur Verfügung gestellt bekommen, die sie mit Ehemann Simon bewohnt.

Seit Monaten habe sie versucht, mit der AWO-Geschäftsführung über eine Lohnerhöhung zu verhandeln. Schließlich leite sie die gesamte Einrichtung. Doch bei der AWO sei man hart geblieben. „Deshalb gab es für mich keine Alternative zur Kündigung“, erklärt Pitney ihr Vorgehen.

AWO-Geschäftsführer Peter Resler bestätigte die Kündigung auf Anfrage unserer Zeitung. Wie es mit Radhotel und Satchmo weitergeht, konnte er noch nicht skizzieren. „Jetzt müssen wir uns um einen Nachfolger kümmern“, sagt Resler.

Besonders ärgerlich war die Schließung für Künstler Jan Sielmann. Er kam gestern aus Leer angereist, um seine Bilder für die Ausstellung aufzuhängen, die am Sonntag eröffnet werden sollte, und stand vor verschlossenen Türen.

Birgit Kalle

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Kommentare
06.07.2011
08:39
Pitney schmeißt hin: Satchmo und Radhotel dicht
von barbarylane | #2

Ich habe von 1994 bis 1996 für die AWO gearbeitet, und bereist da war Peter Resler genau derjenige, dem das Wohlergehen der Arbeitnehmer an einem ganz gewissen Körperteil vorbeiging. Der Mann hat kein Gewissen und denkt an nichts anderes als seine eigene Kohle...

02.07.2011
22:56
Pitney schmeißt hin: Satchmo und Radhotel dicht
von Ruhrik | #1

Es wird Zeit, dass die AWO sich um einen Nachfolger für Resler kümmert. Die Frau hat aus dem Fröndenberger Bahnhof einen Modellversuch gemacht, von dem sich eine Reihe von Kommunen eine Scheibe abschneiden können.
Das kann so einem mittlelmäßigen Sklaventreiber mit Minderwertigkeitskomplex natürlich nur ein Dorn im Auge sein.
Gerüchte besagen allerdings, dass er die Fusion von AWO Unna und Hamm selbst nicht beruflich überleben wird.

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