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Zweckverband Ruhr-Lippe

Nicht viel mehr als ein Plan für die Bahn

28.12.2010 | 11:03 Uhr
Nicht viel mehr als ein Plan für die Bahn
Am Bahnhof Fröndenberg fahren Züge nach Dortmund. Doch abends muss man umsteigen. Foto: Birgit Helmers

Fröndenberg.Keine ordentliche Verbindung nach Münster oder Köln, in den Abendstunden mühsames Umsteigen aus Richtung Dortmund, manchmal überfüllte Züge: Wer häufig ab Fröndenberg Zug fährt, weiß, dass manche Verbindungen eher suboptimal sind.

Verbesserungspotenzial hat auch der Zweckverband Ruhr-Lippe (ZRL) ausgemacht. „Die Defizite sind erkannt“, erklärt Verkehrsplaner Thomas Ressel vom ZRL auf Anfrage. Doch ob sie abgestellt werden, steht in den Sternen. Dabei liest sich der Nahverkehrsplan Westfalen-Lippe wie ein Versprechen: Im Abendverkehr soll die Angebotslücke ab Dortmund von 20 bis 23 Uhr geschlossen werden, die Reisezeiten sollen verkürzt und der Komfort der Züge verbessert werden. Haken an der Sache: Bei dem Druckwerk handelt es sich eben nur um einen Plan. „Der wunde Punkt ist die Finanzierung“, sagt Verkehrsplaner Ressel.

Wer zwischen 20 und 23 Uhr von Dortmund aus ins heimische Fröndenberg fahren will, braucht statt der 24 Minuten, die die direkte Verbindung tagsüber benötigt, eine Viertelstunde länger. Der Zug fährt nämlich über Schwerte. Die Fröndenberger Lokalpolitik hat sich einhellig für die Direktverbindung von Dortmund in den Abendstunden ausgesprochen. Aber abends zwei Züge pro Stunde auf dieser Strecke einzusetzen, rentiere sich nicht, so Ressel. „Die Nachfrage ist nicht so groß.“ Es sei lediglich eine Überlegung wert, statt der Verbindung über Schwerte die Direktverbindung von Dortmund aus zwischen 20 und 23 Uhr zu aktivieren – was freilich Ärger bei den Fahrgästen verursachen würde, die abends von Schwerte aus nach Hause fahren müssen.

Als „eines der größten Defizite im gesamten Zweckverband“ bezeichnet Ressel die fehlenden Anschlüsse der Oberen Ruhrtalbahn nach Münster und Köln. Doch beim Umsteigen fehlen die entscheidenden acht Minuten. Auch dieses Problem sei erkannt und festgehalten. Ob es sich lösen lässt, bleibt fraglich. Im Bundesverkehrswegeplan sind ab 2015 Mittel von 26,6 Millionen Euro enthalten, um die Reisezeiten zwischen Hagen und Warburg zu verkürzen. Welche Schwerpunkte dann gesetzt werden, ist heute noch unklar.

Klar ist indes eines: Der Dortmund-Sauerland-Express entwickelt sich zu einer Erfolgsgeschichte. Die Züge zwischen Dortmund und Winterberg über Fröndenberg sind gut frequentiert. Es sei ein Wagnis gewesen, diese Linie 2001 ganz neu aufzubauen, sagt Ressel. Doch der RE 57 entwickele sich zunehmend zum Standbein. „Und das, obwohl es auch seit einiger Zeit die durchgehende Autobahn ins Sauerland als Konkurrenz gibt“, ist Ressel zumindest mit einer Zugverbindung ab Fröndenberg durchweg zufrieden.

Birgit Helmers

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Kommentare
28.12.2010
22:21
Nicht viel mehr als ein Plan für die Bahn
von Taffy11 | #2

Ein weiteres Ärgernis in Fröndenberg sind die Abfahrtszeiten für die Benutzer des 9-Uhr-Tickets. Bis Schwerte muss ein eigenes Ticket gelöst werden, denn erst ab ist man im passenden Zeitfenster. Damit wird der Vorteil des NRW-Tickets bereits gemindert.
Die Fröndenberger haben vor Jahrzehnten bereits eine ganz wichtige Chance vertan, als sie gegen den Beitritt zum VRR optioniert haben, was sich heute als eine wirtschaftliche und strukturpolitische Eselei erster Güte entpuppt.

28.12.2010
13:56
Nicht viel mehr als ein Plan für die Bahn
von osis | #1

Die Auschreibung für Do-Winterberg wurde damals schon vergeigt, als der Ruhrtalradweg nicht berücksichtigt wurde. Die Wagnetypen sind dafür dermaßen besch*** zu nutzen...
Und die Anbindung ist bis auf EIsnchränklungen super, nur die Fahrzeuge, so hübsch und neu wie sie auch sind, sind alles andere als Zweckmäßig. Zumal neuerdings auch ständig die nur Kurzfassung auf der Strecke unterwegs ist. Das wr in der Weihnachtszueit großartig, in Fröndenberg war man manchmal froh überhaupt noch in den Zug zu kommen.

Als nächstes wird wohl ein Konflikt aM P&R-Parkplatz am bahnhof kommen, da die große Anzahl an Pendlern den Lidlparkplatz breits mit in Anspruch nimmt.
Das isn häufig Pendler auch aus Menden (MK Kennzeichen), die den Preiswahnsinn und die miese Verbindung nach Menden nicht mitmachen.

Hier liegen echte Defizite und Verberssungspotential. Der Bedarf ist die Jahre über ständig gestiegen, die Pendlerzahl wächst ständig...

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