Mit Bierflasche ins Gesicht geschlagen

Zu sechs Monaten Haft auf Bewährung wurde ein 24-jähriger Fröndenberger verurteilt.
Zu sechs Monaten Haft auf Bewährung wurde ein 24-jähriger Fröndenberger verurteilt.
Foto: Imago

Fröndenberg/Unna.. Zu sechs Monaten Haft auf Bewährung wurde ein 24-jähriger Fröndenberger verurteilt. Der Fleischergeselle gab vor dem Amtsgericht Unna zu, einem Freund auf dem Fest des Bürgerschützenvereins in Fröndenberg mit einer Bierflasche ins Gesicht geschlagen zu haben.

Zwar entschuldigte sich der Angeklagte zu Ende des Prozesses beim Geschädigten, mit dem er bis zur Tat befreundet war, die alleinige Schuld für den Schlag mit der Bierflasche wollte er aber nicht auf sich nehmen. Das 23-jährige Opfer solle ihn zu der schweren Körperverletzung provoziert haben.

Auf dem Schützenfest an der Kulturschmiede hatte der Angeklagte zu Beginn des Abends das Opfer immer wieder auf eine Erkrankung angesprochen, an der der 23-jährige Azubi litt. Dieser wollte jedoch nicht darüber sprechen. „Für mich ist das ein ernsthaftes Thema, nichts, worüber man auf einem Schützenfest spricht“, erklärte das Opfer.

Aufgrund dieser Diskussion wollte das Security-Team zunächst, dass der Geschädigte das Fest verlasse. Schließlich konnte er aber doch auf dem Fest bleiben. „Ich hatte Spaß, dass ich wegen ihm gehen sollte, hat mich aufgeregt“, sagt der 23-Jährige. Darum ging er, als er um 3.30 Uhr das Fest verlassen wollte, noch einmal zu dem Angeklagten, um sich für den Ärger mit der Security zu „bedanken“.

Der 24-jährige Fleischergeselle gab an, vom Opfer provoziert zu worden zu seien, unter anderem durch Spucken ins Gesicht Nach Aussage des Opfers jedoch, habe er den Angeklagten nur am T-Shirt gezogen. Darauf hin habe der 24-Jährige ihn dann mit einer Bierflasche ins Gesicht geschlagen. Der Angeklagte solle „reichlich“ Alkohol getrunken habe, sagte das Opfer.

Dieses erlitt einen tiefen Schnitt an der Nase, noch immer habe er Schmerzen, und eine Narbe wird bleiben. Er wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, konnte es aber nach der Behandlung verlassen.

Das Gericht glaubte der Aussage des Opfers und verurteilte den Angeklagten zu sechs Monaten Haft auf Bewährung, dem Mindeststrafmaß für den Tatvorwurf „schwere Körperverletzung“. Die Bewährungszeit beträgt zwei Jahre. Außerdem muss der Angeklagte als Bewährungsauflage 2 400 Euro Schmerzensgeld an das Opfer zahlen.