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Fröndenberg

Kaum ein Privatmann kümmert sich um städtische Grünflächen

20.06.2007 | 09:00 Uhr

Fröndenberg. Patenschaften - das wäre die Lösung für eine dauerhafte und bezahlbare gestalterische Verschönerung in der Ruhrstadt. Nur an Paten mangelt es.

Die Nachfrage ist nicht sehr groß, weiß Christoph Börger von der Abteilung Bauverwaltung. 160 Hektar potenzielle Grünfläche in Fröndenberg mit allen Ortschaften stehen für pflegende Hände zur Verfügung. Der Anteil, um den sich bereits Paten kümmern, ist verschwindend gering, weiß Börger. In Ostbüren gebe es jemanden, der sich um städtische Blumenbeete kümmert, hier und da werden Rasenflächen privat gemäht, das war's.

Paten erhalten kein Geld, dafür aber ein großes Mitspracherecht, was die kreative Gestaltung angeht. "Wir haben für Vorschläge offene Ohren", sagt Christoph Börger. Er bittet aber darum, dass es realistische Wünsche sind, die die Paten in spe äußern. Ein Baum zum Beispiel werde definitiv nicht gefällt. "Wir geben auch gerne Hilfestellung bei der Vorbereitung." Die anschließende Pflege und Unterhaltung der städtischen Fläche werde an den Paten übertragen.

10 000 Euro für Verschönerungen

Er müsse sich jedoch auch dazu bereit erklären, sich regelmäßig zu kümmern.

10 000 Euro hält die Stadt für "Ortsbild verbessernde Maßnahmen" im Haushalt bereit. Hiervon werden Bäume gepflanzt, Beete angelegt oder auch für Reperaturarbeiten bezahlt. Orkan Kyrill hatte den Luna-Park in Mitleidenschaft gezogen und den Zaun zerstört. Auch für solche Dinge steht das Geld bereit.

Groß angelegte Verschönerungsaktionen sind in diesem Jahr nicht mehr vorgesehen. Es bestehe kein Bedarf, lautet die Erklärung der Verwaltung. Fakt ist jedoch, dass Stadt und Stadtwerke - die mit Arbeiten an einigen Grünflächen beauftragt sind - zurzeit kaum mit der Pflege hinterherkommen. In zahlreichen Anfragen wurde in den vergangenen Wochen der Zustand mancher Flächen - über das Stadtgebiet verteilt - bemängelt. "Das feuchte und warme Wetter ist schuld", erklärt Christoph Börger von der Stadtverwaltung. "Alles wächst und wuchert wie verrückt."

In heißen und trockenen Sommern konnte sogar auf so manche Routine-Pflege verzichtet werden. In diesem Jahr hingegen ist daran nicht zu denken, im Gegenteil. Wer Interesse an einer Patenschaft hat, kann sich bei der Stadtverwaltung (Tel: 02373-9760) melden.

Von Carmen Thomaschewski Tel: 02303-250 80 21

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