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Pädagogik

Hündin Raya geht bald in die Schule

03.07.2013 | 11:30 Uhr
Hündin Raya geht bald in die Schule
Ab dem Schuljahr 2013/14 soll es erstmals einen Schulhund an der Gesamtschule geben.Foto: privat

Fröndenberg. Ob die Geschichte der treuen Collie-Hündin Lassie, des tollpatschigen Bernhardiners Beethoven oder der 101 Dalmatiner – viele Filme beweisen, dass der Hund der beste Freund des Menschen ist. Doch nicht nur auf der Leinwand sind die Vierbeiner Publikumshelden, auch im wahren Leben stellen sie eine Bereicherung in vielerlei Hinsicht dar. So begegnet man Herrchen beziehungsweise Frauchen und ihren Gefährten in Feldern, Wäldern, in Städten, am Strand oder in der Schule. Hunde in der Schule? Vermehrt werden Hunde als so genannte Schulhunde unter dem Konzept „Tiergestützte Pädagogik“ in Schulen eingesetzt.

Ab dem Schuljahr 2013/14 soll es erstmals einen Schulhund an der Gesamtschule geben. Lehrerin Katharina Naumann setzt sich dafür ein. Foto: Anna-Lena Weiß

An dieser Idee orientierte sich auch Katharina Naumann, Lehrerin an der Gesamtschule Fröndenberg. Als sie bei ihrem Referendariat die Zusammenarbeit mit Schulhunden kennenlernte, kam sie auf die Idee, dieses Projekt ebenfalls an der GSF auszuprobieren. Die anfängliche Skepsis im Kollegium: „Was bringt das überhaupt?“, legte sich schnell wieder, denn gemäß der „Tiergestützten Pädagogik“ fördert der Umgang mit Tieren die Schüler, besonders im sozial-emotionalen Bereich. „Hierbei lernen die Schüler Verantwortung zu übernehmen, indem sie sich um den Hund kümmern. Gleichzeitig müssen sie sich diszipliniert verhalten, denn ein gewisser Lautstärkepegel sollte zu Gunsten des Tieres nicht überschritten werden“, erklärt Naumann. „Doch auch im Deutschunterricht lässt sich die Zusammenarbeit von Tier und Kind besonders gut verbinden, indem die Schüler dem Hund beispielsweise etwas vorlesen.“

Naumanns Hündin ist ein sechs Jahre alter Labrador namens Raya, welche als besonders einfühlsam und zutraulich beschrieben werden kann. Raya wird zweimal die Woche mit in die Schule kommen und zu Beginn erst einmal langsam an die Kinder herangeführt werden.

Auch Kollegium ist überzeugt

Dadurch, dass Katharina Naumann nach den Sommerferien eine Inklusions-Klasse zugeteilt wird, befindet sich im Klassenzimmer ein extra Raum, in welchen sich Raya jederzeit zurückziehen kann.

„Das gesamte Kollegium ist inzwischen überzeugt und steht dem Projekt positiv gegenüber. Ich bin froh, dass ich so viel Unterstützung seitens meiner Kollegen erhalte“, erzählt Naumann. So finde sich in den Freistunden oder in der Pause sicherlich auch der ein oder andere freiwillige „Gassi-Geher“, wenn sie selbst einmal verhindert sei. Damit das Projekt vollends durchgeführt werden kann, hoffen Raya und Frauchen darauf, dass kein Schüler der kommenden Fünfer an einer Hunde-Allergie leidet.

So wird wahrscheinlich an der GSF in Zukunft neben Ordnungs- und Tafeldienst auch der Hundedienst eingeteilt werden. Doch hier wird die Anzahl an Freiwilligen mit Sicherheit größer sein als dies bei üblichen Diensten der Fall ist.

Anna-Lena Weiß

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Fröndenberg