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Geständnis rettete Fröndenberger vor Haftstrafe

21.10.2008 | 19:04 Uhr

Unna. (kyok) Drogenerwerb, Dealen und Betrug bringen Fröndenberger erneut vor Gericht. Dank Geständigkeit und Einsicht ließ das Amtsgericht Unna Milde walten.

Er hatte in seinem Leben bereits schmerzvoll erfahren, wohin wiederholte Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, sowie Betrügereien führen können: Ein 33 Jahre alter Fröndenberger hatte bei seiner letzten Verurteilung im Jahr 1999, zwei Jahre und drei Monate hinter schwedischen Gardinen verbringen müssen.

Gestern saß er jedoch erneut auf der Anklagebank des Schöffengerichts in Unna: Wegen Betruges sowie des Erwerbs und Weiterverkaufs von Marihuana. Zwischen Dezember 2006 und März 2007 hatte der Beschuldigte von einem einschlägig bekannten Dealer, Mengen von Marihuana zwischen 20 und 100 Gramm erworben, sowie diese zum Teil weiterverkauft. Ein Tatbestand, den der 33-jährige zunächst leugnete.

Richter Jörg Hüchtmann ermahnte ihn daraufhin mit deutlichen Worten: "Erzählen Sie mir nicht, das wäre alles für den Eigenkonsum innerhalb von zwei Wochen bestimmt gewesen. Sie wären der erste Mensch den ich hier vor Gericht habe, der mehr als zehn Gramm Hasch am Tag rauchen würde."

Angesichts einer solchen unglaubwürdigen Geschichte, gestand der Angeklagte schließlich die Vorwürfe in vollem Umfang. Vier Anklagen wegen Internet-Betruges wurden allerdings eingestellt, mit Rücksicht auf die Tatsache, dass sie die Gesamtstrafe dadurch nicht wirklich erhöht hätten.

Richter Hüchtmann kam dem Antrag der Staatsanwaltschaft nach und verurteilte den beschuldigten Fröndenberger zu zwei Jahren auf Bewährung, mit Rücksicht auf dessen drei Jahre alten Sohn und einer in Aussicht stehenden Arbeitsstelle.



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