Gesamtschule: Erweiterung nicht zu Lasten des Standards
27.03.2011 | 18:51 Uhr 2011-03-27T18:51:00+0200
Fröndenberg.Die vorgesehene Erweiterung der Gesamtschule um zwei weitere auf somit neun Eingangsklassen stößt innerhalb des Lehrerkollegiums nicht auf ungeteilte Zustimmung. Das hat Bürgermeister Rebbe auf dem Stadtparteitag der SPD angedeutet.
„Eigentlich geht das nicht“, zitierte Friedrich-Wilhelm Rebbe aus Gesprächen mit einigen Lehrern. Die Raumsituation sei ohnehin schon angespannt, das Lehrerkollegium so groß, dass sich manche Lehrer untereinander schon gar nicht mehr kennen würden, sagte der Bürgermeister. Umso lobenswerter sei aber die Bereitschaft der Schule, zusammenzurücken, um der Flut von Anmeldungen gerecht zu werden.
„Das ist ein absoluter Kraftakt“, sagte Rebbe – und stellte klar: Die Erweiterung auf neun Eingangsklassen dürfe nicht zu Lasten des Standards gehen. Man wolle die verschiedenen Möglichkeiten für alle Schüler erhalten.
Zusammenarbeit mit Menden und Wickede
Bekanntlich hat die Bezirksregierung die Zustimmung zur Erweiterung der Gesamtschule von einem positiven Votum der Stadt Menden abhängig gemacht. Rebbe indes geht davon aus, dass der Rat der Stadt Menden dem Bestreben folgen wird. Künftig will Rebbe gemeinsam mit Menden, aber auch mit Wickede in Sachen Schulentwicklung neue Wege gehen. Das Dreier-Bündnis will angesichts der räumlichen Nähe und der sich verändernden Schullandschaft gemeinsam überlegen, wie man sich für die neuen Aufgaben aufstellen kann.
Eine regionale Schulentwicklungsplanung zwischen drei Städten aus drei verschiedenen Kreisen wäre eines der ersten Projekte in Nordrhein-Westfalen dieser Art. „Da wären wir Vorreiter“, sagte Rebbe.
20:35
Es ist ein wesentlicher Grund, weshalb Mendener Eltern ihre Kinder zur GS schicken. Am Gymnasium und an der Realschule werden sie wegen mangelnder Leistungen abgewiesen, und Hauptschulen wollen die Eltern nicht, weil sie glauben, dass ihre Kinder nicht mit den Schmuddelkindern spielen sollen. Dass ihre Kinder selbst dazugehören, das wollen sie natürlich nicht einsehen, Viele verbringen nicht genug Zeit mit ihren Kindern, um das zu bemerken.
19:15
Gut, dass es nicht das einzige Verdienst der Gesamtschule ist, einen schönen Zeugniskopf parat zu halten!
23:14
Die Schule ist bereits jetzt aus allen Nähten geplatzt. Wenn sich Eltern in Menden gegen eine Gesamtschule wehren und stattdessen eine Verschlankung des Überangebots in Kauf nehmen, dann darf das nicht auf dem Rücken Fröndenberger Kinder ausgetragen werden.
Keine Mendener Kinder mehr aufnehmen! Die Eltern sollen sollen ihre Kinder fördern, damit sie nicht auf die Hauptschule müssen; dann brauchen sie nicht den Schleichweg über die Gesamtschule nehmen, nur um die Probleme ihrer Kinder durch einen besseren Zeugniskopf zu verschleiern.