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Gemeinsam ein neues Familienzentrum

20.06.2007 | 09:00 Uhr

(jug) Gestern morgen klingelte in allen vier katholischen Kindergärten das Telefon: Ihr müsst alle kommen, hieß es von Pfarrer Thomas Rickelhoff, der den Kindergartenleiterinnen die freudige Nachricht übermittelte: "Der Kindergartenverbund aus St. Marien,

Fröndenberg. Da hieß es erst einmal, Termine machen. Denn zusätzlich zu den einzelnen Schwerpunkten, die die Kindergärten bei der Umsetzung des Konzeptes für das Familienzentrum verfolgen, gilt es nun, ein gemeinsames Dachkonzept zu entwerfen.

"Wir wollen eine Anlaufstelle für Eltern sein", sagt Angela Küster, Leiterin vom Christ-König-Kindergarten. "Sie sollen mit Problemen und Fragen zu uns kommen können."

Der Bedarf nach neuen Betreuungsangeboten ist eindeutig vorhanden. Barbara Menge, die Leiterin des Herz-Jesu-Kindergartens, ist schon 24 Jahre im Beruf und sieht das klassische Familienbild zunehmend schwinden. "Wir haben vermehrt andere Familienzusammensetzungen, Mütter sind nicht länger zu Hause, sondern gehen zu sehr unterschiedlichen Zeiten arbeiten."

Für die Erzieherinnen bedeutet das, flexibel reagieren zu müssen. Nicht, indem sie als "Verwahranstalt" fungieren, sondern auf Erziehung und Bildung als Grundlage bauen. Für Christiane Melde, Leiterin vom St. Marien, ist es wichtig, sich immer weiterzuentwickeln. Der Kindergartenverbund sei dafür optimal, weil sich die einzelnen Kindergärten mit ihren Schwerpunkten gut ergänzen. So konzentriert sich der St. Marien-Kindergarten auf die Bewegungserziehung, Herz-Jesu auf die enge Zusammenarbeit mit den Eltern.

Als neue Angebote sollen beispielsweise Elternabende veranstaltet und offene Sprechstunden eingerichtet werden. Nachmittagsveranstaltungen sollen für sämtliche Kinder des Kindergartenverbundes zugänglich sein.

Wenn alles klappt, das Land seine Zustimmung gibt und sich der Kindergartenverbund als Familienzentrum bewährt, gibt es nach einem Jahr die angestrebte Zertifizierung. Diese muss dann alle fünf Jahre wiederholt werden. Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun.

Die vier katholischen Kindergärten jedenfalls sind motiviert und bereit, sich für die Kinder auf einen neuen Weg zu begeben. Das Land NRW unterstützt das Familienzentrum mit 12 000 Euro jährlich.

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