Für Forschungszwecke jede Menge Kaugummi gekaut
10.02.2012 | 18:08 Uhr 2012-02-10T18:08:00+0100
Fröndenberg.Chemie ist, wenn es raucht und stinkt, sagt der Volksmund. Aber Chemie ist auch, wenn man jede Menge Kaugummi kauen darf. Und spätestens da fand Nele Grieser (10) das Experimentieren genau so spannend wie ihre Brüder. Niclas (15) und Luca (13) nehmen schon seit Jahren erfolgreich am Wettbewerb Chemie entdecken teil.
Auf Anhieb schaffte auch Nele Grieser das, was ihren Brüdern schon in den Wettbewerben zuvor gelungen war: Sie nahm „mit ausgezeichnetem“ Erfolg teil, was dieses Mal auch Niclas (Jahrgangsstufe 9) wieder gelungen ist. Damit können die Griesers wieder einmal zur landesweiten Feierstunde nach Köln reisen. Luca Grieser (Jahrgangsstufe 7) nahm in diesem Halbjahr mit großem Erfolg teil.
Eigentlich hat Nele in der Schule noch gar nicht Chemie. Die Zehnjährige geht nämlich erst in die vierte Klasse der Gemeinschaftsgrundschule – und machte aus freien Stücken bei dem Wettbewerb mit, der für Schüler ab Klasse 5 aufwärts gedacht ist. „Es ging eben um Kaugummi“, weiß Mutter Bettina Grieser um den besonderen Reiz der Aufgabe. Kaugummi kauen für Forschungszwecke. „Man musste es auf Elastizität prüfen, an die Stirn, auf Haare und auf andere Oberflächen kleben, mit Luftballongummi vergleichen“, nennt Nele einen kleinen Auszug der fünf Versuche. Für die älteren Brüder gab es noch Zusatz-Aufgaben, so musste Niclas unter anderem untersuchen, ob ein Zahnpflegekaugummi wirklich für einen optimalen pH-Wert im Mund sorgt.
Im Sinne der Wissenschaft Haare opfern musste aus der Familie Grieser übrigens nur Mischlings-Rüde Samson. Die anderen Haare steuerte eine hilfsbereite Fröndenberger Friseurin bei. „Auf Hundehaaren klebt Kaugummi weniger als auf Menschenhaaren“, hat Nele schnell festgestellt.
Die Eltern unterstützen den Forscherdrang ihrer Kinder. Dass Küche und Esszimmer immer mal wieder in ein Chemielabor verwandelt werden, stört sie nicht. „Wenn die forschen wollen, wären wir die Letzten, die sie davon abhalten würden“, sagt Bettina Grieser. Nele wechselt übrigens im Sommer auch an die Gesamtschule.
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