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Fröndenberg

Eine Radstation in der Zugstation

23.11.2007 | 18:46 Uhr

Fröndenberg. Drei Interessenten buhlen zurzeit um die Gunst der Stadt. Im Mittelpunkt ihres Interesses steht der verwaiste Bahnhof. Ein konkretes Angebot gibt es bisher nicht. Die AWO im Kreis Unna bringt nun Bewegung in die Angelegenheit. ...

... Sie möchte so bald wie möglich eine Radstation, eventuell sogar mit Hotel im Bahnhof einrichten und bringt die potenziellen Investoren in Zugzwang. "Eine interessante Option", findet Bürgermeister Egon Krause und hat bereits für die Realisierung solch eines Projektes die Rückendeckung aller Fraktionen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat die Empfehlung ausgesprochen, möglichst schnell mit der AWO zusammenzuarbeiten - "damit endlich Leben in den Bahnhof kommt".

"Damit schlägt Fröndenberg mehrere Fliegen mit einer Klappe", wirbt AWO-Geschäftsführer Peter Resler um die Gunst der Stadt. Seine Argumente: Der Radtourismus wird angeregt, der Bahnhof belebt, Arbeitsplätze werden geschaffen. Es werden Einnahmen erzielt und Fröndenberg wird um einen Anziehungspunkt reicher.

Radhotel und Gastronomie

Kaufen will die AWO das Gebäude nicht, würde aber die Betriebskosten übernehmen. Ein weitere Vorteil: Wenn ein Interessent mit einem besseren Angebot kommen würde, dann könnte die Radstation ohne große Umstände wieder aus dem Bahnhof ausziehen, schlägt Peter Resler vor. Er hat aber noch eine Idee parat.

Ein Radhotel könnte außerdem im ersten Obergeschoss Platz finden. Eine Übernachtungsmöglichkeit für kleines Geld. Touristen, die auf dem Ruhrtalradweg unterwegs sind, können dort Halt machen und ihr Rad warten lassen.

Die AWO würde das Hotel betreiben und auch den Umbau, inklusive der Sanitäreinrichtungen, zahlen. Dann müsste sich die Stadt jedoch langfristig binden. Oder aber es findet sich ein Investor. Wie es der Zufall will, schwebt einem der drei Interessenten eben solch ein Radhotel im Bahnhof vor. Gespräche gab es noch nicht. Der zweite Investor möchte kleinteiliges Gewerbe in den Bahnhof locken, der dritte interessiert sich für Gastronomie und Wohnungen.

Ein Gastronomieangebot wünscht sich auch die AWO im Bahnhof. "Wir brauchen nicht den ganzen Platz und könnten uns eine Kooperation vorstellen", sagt Peter Resler. Die Räumlichkeiten wären vorhanden. Findet sich kein Investor, dann könnte auch eine AWO-Begegnungsstätte eingerichtet werden. Ein Radmuseum oder ein Erik Zabel-Museum könnten auch Platz im Bahnhof finden. Fröndenberg als Radstadt würde dies sicherlich gut zu Gesicht stehen. "Es ist viel Platz im Bahnhof, wir möchten was daraus machen", sagt Peter Resler und spricht der Stadt damit aus der Seele.

Radstation als Erfolgskonzept: Im Juni 2006 eröffnete die AWO im Parkhaus Massener Straße in Unna eine Zweigstelle. (KD)

Von Carmen Thomaschewski Tel: 02303-250 80 21

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