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Sechsjähriger auf...

„Die Autos halten einfach nicht an”

08.02.2008 | 18:36 Uhr

Fröndenberg. Diana und Dieter Petersmann haben mit Nick alles richtig gemacht: Sie haben mit ihm den Schulweg geübt, jeden Tag ging der Sechsjährige ein Stückchen weiter allein. Dennoch wurde Nick am Dienstag angefahren – zum Glück ging es glimpflich aus.

Nick Petersmann besucht die erste Klasse der Overbergschule. Er ist ein pfiffiges Kind, das gern lacht. Vorn fehlen die Milchzähne, Mathe macht ihm mehr Spaß als Lesen und auf dem Schulweg trifft er sich mit Freunden. Um allerdings von seinem Zuhause in der Westicker Straße zur Schule zu gelangen, muss er die Alleestraßee überqueren. Und das macht der Junge nicht gern: „Die Autos halten einfach nicht an, wenn ich auf der Insel stehe”, beklagt sich der Sechsjährige. „Er hat mir erzählt, dass es ihm zuviel ist, auf so viele Ausfahrten gleichzeitig zu achten”, erzählt Mutter Diana Petersmann. Denn ausgerechnet dort, wo die Querungshilfe steht, treffen Alleestraße, Hirschberg und die Ausfahrt vom Edeka aufeinander. „Ich habe mich schon persönlich an Bürgermeister Egon Krause gewandt”, erzählt auch Belinda Vieten, deren Sohn ebenfalls die Overbergschule besucht. „Aber mehr, als dass die Insel einen Anstrich in weißer Farbe erhalten hat und ein 30-Schild aufgestellt wurde, ist nicht passiert”, beklagt die Mutter.

Schon im vergangenen Jahr bemängelte Vieten, dass wohl erst etwas passieren müsse, bevor entsprechende Maßnahmen ergriffen würden (wir berichteten). „Nick hat sich angewöhnt, über die Westicker Straße zu gehen, statt über die Insel an der Alleestraße, weil er glaubt, diese besser überblicken zu können”, berichtet Diana Petersmann.

So auch am vergangenen Dienstag. Obwohl der Junge sich mehrfach in beide Richtungen versichert, dass die Fahrbahn frei ist, bevor er losgeht, ist er von einem Auto angefahren worden. Mehr als Prellungen am Oberschenkel und blaue Flecken trug er glücklicherweise nicht davon. „Tut schon gar nicht mehr weh”, sagt der Junge gestern. Doch der Schreck saß tief. Jetzt nimmt er gern wieder Papas Hand, um die Straße zu überqueren. „Auf der Westicker Straße gibt es für Kinder aber auch keine Querungshilfe”, merkt Vater Dieter an, „Und viele Fahrer rasen, weil hier 50 KmH erlaubt sind.” Eine Lösung, um den Schulweg seines Sohnes einfacher und sicherer zu gestalten, wäre für ihn ein Zebrastreifen auf der Alleestraße. „Dann würde Nick sich sicherer fühlen. Und so wie ihm geht es vielen Kindern aus seiner Klasse”, weiß der Vater.

Mareike Weberink

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