Demütigung: AWO lässt Satchmo räumen
07.07.2011 | 18:21 Uhr 2011-07-07T18:21:00+0200
Fröndenberg.Das Ende des Kulturbahnhofs scheint besiegelt. Gestern hat die AWO das Café Satchmo räumen lassen.
Von jetzt auf gleich mussten Elisa Pitney und ihre Tochter Lisa ihre persönlichen Sachen aus dem Café holen – und noch dabei helfen, die Möbel rauszuschleppen. Die Kulturbahnhof-Betreiber fühlen sich gedemütigt. Bis gestern hatte Elisa Pitney gehofft, dass es irgendwie weitergehen könnte. Dass die AWO einlenken würde und einen neuen Vertrag mit ihr abschließen würde. Nicht mehr als Mini-Job, sondern als reguläres Beschäftigungsverhältnis mit gerechter Bezahlung. So, sagt Elisa Pitney, sei es ihr ursprünglich zugesichert worden: Nach einem Jahr auf 400-Euro-Basis sollte neu verhandelt werden, wenn denn Café Satchmo und Kulturbahnhof gut laufen. – Im Juni hatte Elisa Pitney nach eigenen Angaben Einnahmen von über 3000 Euro. Doch am 1. Juli erfuhr sie, dass es beim Mini-Job bleibt, und warf hin.
„Ich bin hier fertig.“ Als die AWO gestern anrückte und einpacken ließ, war Elisa Pitney klar, dass es keine weitere Zusammenarbeit geben kann. Wie weh es der engagierten Frau tun muss, ihr Baby, den Kulturbahnhof, zurückzulassen, ist nur zu erahnen. Den Rücken stärkt ihr eine Welle der Solidarität.
So schreibt Helge Rosenstengel vom Werbering: „Frau Pitney mit 400 Euro im Monat zu versklaven ist die eine Seite, Fröndenberg verliert durch mangelndes Augenmaß letztlich ein Attraktion. Dass Frau Pitney mehr Stunden macht als ein 400-Euro-Job erfordert, war doch bekannt! Der Arbeitgeber hat auch eine Kontrollpflicht. (...) Frau Pitney muss bleiben und unterstützt werden, und der Bahnhof ist ausbaufähig.“
Das ZWAR-Netzwerk richtet einen offenen Brief an AWO-Geschäftsführer Peter Resler. Hier heißt es unter anderem: „Wir haben in der Vergangenheit Frau Pitneys großes Engagement begrüßt, mit dem sie das Rad-Hotel geführt und den Kulturtreff Bahnhof sowie das Café Satchmo aufgebaut hat. Dies war eine große Bereicherung für die Stadt Fröndenberg. Frau Pitney ist es gelungen, neue Zielgruppen in Fröndenberg anzusprechen. Besucher unserer Stadt, Familien, Musik- und Kunstliebhaber fanden dadurch einen neuen attraktiven Treffpunkt in Fröndenberg vor. Wir bitten Sie dringlich, sich für die Beibehaltung dieses neuen Kulturtreffs einzusetzen und Frau Pitney einen akzeptablen Arbeitsvertrag anzubieten.“
Thomas Eicher ist Geschäftsführer von Melange e.V. und organisiert regelmäßig Veranstaltungen im Café Melange auf dem Markt: „(...) Als Kulturarbeiter sträuben sich mir sowieso die wenigen Haare, wenn ich an die weit verbreitet dürftigen Entlohnungen in meinem Berufsfeld denke. Ein Wunder jedoch, dass die kommunalen Ordnungshüter nicht schon bei der AWO vorstellig geworden sind. Warum begrüßen Politik und Verwaltung ganz offenkundige Wettbewerbsverzerrungen? Wie werden eigentlich die Umsätze in einer Einrichtung dieser Art verbucht? Welche Art Gewerbe wird denn hier betrieben und von wem? Hat schon mal jemand von Ordnungs- und Gesundheitsamt bei diesem Gastronomiebetrieb vorbeigeschaut? - Fragen eines Nicht-Ortsansässigen, zugegeben.“
Elisa Pitney hofft, das Satchmo an anderer Stelle neu eröffnen zu können. „Natürlich in Fröndenberg, wir haben hier so viele Freunde gewonnen.“
Peter Resler von der AWO war unterdessen für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
16:33
Das ist Typisch für Herrn Resler.Habe bei der Awo gearbeitet und er macht das mit allen Leuten.Alle haben nur Angst entlassen zu werden.Sobald er merkt,das jemand was kann,wird er entlassen,oder seine Arbeit niedergemacht,so das man von neuem anfangen muß.Auch der Vorstand macht anscheinend die Augen zu,sonst hätten sie diesen Menschen schon längst entlassen.Frau Ptney hat gezeigt,was sie kann,sie sollte selbst ein Radhotel eröffnen!Das wäre mit sicherheit eine sehr gute alternative für sie. ich wünsche Frau Pitney alles Gute und drücke ihr die Daumen das sie trotz der Schikanen von Herrn Resler ihren zukünftigen Weg positiv gestalten kann.
01:33
Offenbar hat die Dame gezeigt das man mit Engagement selbst im alten Fröndenberger Bahnhof noch etwas auf die Beine stellen kann. Ihre Kündigung ist auch als Selbsthilfe zu verstehen, um die AWO wachzurütteln. Leider ging der Schuss nach hinten los und die AWO zieht lieber die Reissleine. Hier sollte der Fröndenberger STADTRAT mal an der Reissleine der AWO selbst in Fröndenberg wackeln und die AWO Verantwortlichen zum Nachdenken anregen. Sicher wäre ein gutes Personalkonzept sinnvoller gewesen als zu versuchen mit einer 400€ Leiterstelle - was ein Widerspruch in sich darstellt - etwas auf die Beine stellen zu wollen. Ich kanns nicht nachvollziehen. Da lief etwas gut. und hätte nur ausgebaut werden müssen. Statt dessen gibt die AWO das lieber auf.... Das war wohl eher Trotz als Weitblick. Die Fröndenberger Politik sollte bei den nächsten AWO-Projekten in Fröndenberg mal genauer und bei den aktuell laufenden sehr genau hinschauen. Der AWO-Geschäftsführer wird es in Fröndenberg künftig nicht leicht haben. - Wie wärs. Satchmo E.V gründen und Frau Pitney einstellen. Zuschüsse gibts von der Stadt bestimmt. Man hat sich ja schließlich auch die Abwahl eines Beigeorneten gegönnt
23:50
Man sollte dringend prüfen ob bei der AWO die Gemeinnützigkeit noch gegeben ist! Und diesem Unmenschen mal in die Schranken weisen. Es ist bizarr, was hier zerstört wird. Kulturell, touristisch und privat.
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Das ist Typisch für den Herrn.Und Staatsanwalt plus Amtsarzt sind in jedem Fall ein sehr guter Vorschlag.Sobald der Vorstand die Augen mal aufmacht könnte es sogar so weit sein. ich hoffe bald.Oder habe die selber Angst vor ihm?
22:14
Warum schreitet bei diesem sauberen Herrn Resler kein Staatsanwalt und kein Amtsarzt ein? Der Mann ist doch vermutlich gar nicht mehr Herr seiner fünf Sinne.
Der tauchte wie ein Mafiaboss an der Radstation auf, mit zwei Schlägern zur Einschüchterung. Das hatte sehr viel von einem Überfall an sich.
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20:29
Schade.
15:00
Ich bin stink sauer, wenn ich so etwas lese!
Es ist unfassbar, dass eine Organisation wie die AWO ( Arbeiter W o h l f a h r t ) so handelt.
Ich frage mich, ob das der Sinn und Zweck eines Wohlfahrtsvereins ist.
Zukünftige Projekte in Fröndenberg, die von der AWO angestrebt werden, sollte man richtig prüfen!
Es ist eine riesengroße Schweinerei und Frechheit, wie hier mit Menschen umgegangen wird.
Liebe Frau Pitney, bleiben Sie stark und ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute für Ihre Zukunft.
Aber unsere Gesellschaft ist ja nun mal so, die kleinen sind eh sch..... egal, Hauptsache die großen bekommen weiterhin ihr Säckel voller!
Herr Resler, denken Sie mal nach!!!!!!!!
Denken kann in vielen Fällen weiterhelfen, das können Sie mir glauben!
Es wird hoffentlich noch Arbeitgeber in der Nähe geben, die einer engagierten Frau, wie Pitney, zu einer gut bezahlten Stelle verhelfen können.
Ich hoffe das sehr!
08:20
sorry für die Rechtschreibfehler, ich war gerade sehr erzürnt uns sauer, da ich selbst mal für diese Truppe gearbeitet habe und genau weiß, welches Menschenbild Herr Resler hat...
08:19
da die Dame wöchentlich sicherlich mehr als 17 Stunden Sklavendienst für den Wohlfahrtsverband geleistet hat, ist sie selbstverständlich nachträglich zu versichern und sie sollte ganz einfach ihr nicht gezahltes Geld verlangen.
Nahmen Sie sich einen guten Anwalt und amchen Sie dem Ausbeuterverien unter Peter Resler mal so richtig Feuer unterm H...