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Messe Haus & Mensch

Besucherzahlen blieben am Samstag weit hinter den Erwartungen zurück

04.06.2012 | 15:00 Uhr
Am Wochenende fand die Messe „Haus und Mensch“ statt. Foto: Alexander Lück

Fröndenberg.   Der Dauerregen am Sonntag verdiente nur das Prädikat „trostlos“: Gleiches kann man über die Resonanz der ersten „Haus und Mensch“-Messe sicherlich nicht feststellen, insbesondere aber am Samstag blieb der Besuch weit hinter den Erwartungen zurück.

Und das sorgte für Rätselraten bei den Beteiligten, stellvertretend Jochen Hänel, Vorsitzender des Fördervereins Kulturzentrum Ruhraue, Veranstalter von „Haus und Mensch“: „Wir machen uns intensiv Gedanken, worin die schwache Resonanz am Samstag begründet liegen kann. Sei es durch publikumswirksame Konkurrenzveranstaltungen vor Ort wie die Eröffnungsparty im Dellwiger Freibad oder das Stadtteilfest auf dem Mühlenberg. Potenzielle Besucher aus unseren Nachbarstädten hatten in ihren Orten ebenfalls viele Angebote an diesem Wochenende.“ An zu wenig Werbung könne es nicht gelegen haben, der Name „Haus und Mensch“ als Aufmacher und Blickfang der Messe sei aber in Frage zu stellen, so Hänel.

Konkrete Besucherzahlen aufzulisten, sei ziemlich schwer, so Hänel auf Nachfrage: „Fest steht nur, es waren zu wenig.“ Die äußerst bescheidene Bilanz des Samstags äußerte sich auch schon darin, dass bis Sonntag circa 14 Uhr schon mehr Gäste gekommen waren als den gesamten Vortag über.

Haus und Mensch

Der Sonntag bot dann schließlich Grund zur Stimmungsaufhellung, wie auch Aussteller bestätigten. Tanz- und Kampfsport-Vorführungen oder die Jugendfeuerwehr sorgten für ein buntes Rahmenprogramm, und auch an vielen Ständen war Mitmachen und Ausprobieren im Mittelpunkt: ob bei der Libelle unter dem Mikroskop, fotografischen Abbildungen Fröndenbergs aus der Luft, ungewohnten Hörerlebnissen dank technischer Unterstützung im Kopfhörer oder beim simulierten Wohnungsbrand im maßstabgetreuen Modell. Bestatter Wolfgang Wilms hatte einen Sarg - gestrichen in den schwarz-gelben Farben des deutschen Fußballmeisters - als mutmaßlich meistfotografiertes Ausstellungsstück ausgemacht: „Wir wollen damit zeigen, wie viel persönliche Note mittlerweile möglich ist.“

Die genaue Ausrichtung der neuen Messe, so äußerten einige Besucher, sei aber nicht ganz klar oder nicht deutlich genug herausgestellt worden. Infobörse zur Berufswahl für den Nachwuchs oder wertvolles Verbraucher-Wissen? Die Frage „An wen genau richtet sich die Messe?“ wurde jedenfalls einige Male gestellt. Bemängelt wurde überdies die prozentual niedrige Präsenz Fröndenberger Aussteller sowie ein eher geringer Erlebniswert.

Trotz unbeantworteter Fragen in punkto Resonanz bleiben von der ersten „Haus und Mensch“ auch positive Aspekte. Jochen Hänel: „Durch die Vergabe an eine externe Agentur hatten wir eine hohe Professionalität.“

Alexander Lück


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