Bei Zuschuss ist Bad zum 1. Mai startklar
14.02.2012 | 11:20 Uhr 2012-02-14T11:20:00+0100
Fröndenberg.Die Dellwiger Freibad-Förderer warten mit Spannung auf die Ratssitzung am Mittwoch, 22. Februar (17 Uhr Stiftsgebäude). Denn dann fällt die Entscheidung, ob die Stadt den Zuschuss für den Bäder-Betrieb gewährt. Gibt die Politik grünes Licht, läuft der Countdown.
Ab diesem Zeitpunkt haben die Freibad-Förderer knapp zehn Wochen Zeit, um nicht nur die nötigen Formalitäten zu erledigen, sondern auch das brach liegende Bad startklar für die Saison zu machen. Markus Kleine, Vorsitzender des Fördervereins Freibad Dellwig, lässt keinen Zweifel, dass das gelingen wird.
„Wenn uns der Rat eine Perspektive einräumt, dann wollen wir das Bad zum 1. Mai eröffnen“, kündigt Kleine an. Die ersten Signale nach den Haushaltsberatungen der einzelnen Fraktionen sind überwiegend positiv. SPD, CDU, FWG und FDP wollen dem Förderverein den beantragten Zuschuss in Höhe von 71 000 Euro zahlen, lediglich die Grünen sagen Nein. Unklar ist noch, wie lange der Zuschuss fließen wird.
So hat die CDU angekündigt, dass der Zuschuss auf zwei Jahre befristet sein soll. Doch: „Eine Perspektive für nur zwei Jahre zu bekommen, wäre ein Wagnis“, sagt Markus Kleine, der weiß, dass derzeit hinter den Kulissen zahlreiche Gespräche über verschiedene Zuschuss-Modelle laufen. Eine Option wäre ein Zwei-plus-zwei-Modell: Die Politik verpflichtet sich zu einem Zuschuss für die Jahre 2012 und 2013 – und wenn absehbar ist, dass das Betreiber-Modell funktioniert, gibt es auch für die Jahre 2014 und 2015 Geld. Am liebsten wäre Kleine eine Zusage für die nächsten vier Jahre. Würde die Politik ihren Zuschuss nur zwei Jahre geben, wäre den Freibad-Förderern das Wagnis zu groß.
Kleine weiß jedoch auch um die desolate Haushalts-Lage. Und: „Das Freibad ist ja nur einer von ganz vielen Bausteinen im Haushalt.“ Deshalb halte sich der Verein aktuell bedeckt.
Nichtsdestotrotz stecke man in den Startlöchern. Gibt es am 22. Februar grünes Licht, wird die Betreiber gGmbH gegründet. „Der Vertragsentwurf steht schon“, sagt Kleine. Innerhalb von vier bis sechs Wochen sei die gGmbH mit dem Förderverein als Hauptgesellschafter handlungsfähig. Und das ist eine Grundvoraussetzung für alles weitere. Denn die gGmbH – mit den Geschäftsführern Frank Wendlandt und Werner Sander – kann Mitarbeiter einstellen. Erste informelle Gespräche mit potenziellen Schwimmmeistern haben bereits stattgefunden.
Im März müssten im Bad die Arbeiten starten. „Als erstes wird dann das alte Wasser abgelassen“, erklärt Kleine.
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