Alleestraße wird entschärft
15.02.2008 | 18:04 Uhr 2008-02-15T18:04:00+0100Die Alleestraße ist für viele Eltern ein heikles Thema. Der Grund: Die vielbefahrene Straße ist ein potenzieller Gefahrenpunkt für Schulkinder. Das soll sich nun sehr bald ändern.
Vertreter aus der Stadt, Polizei, vom Straßenverkehrsamt und Landesbetrieb Straßen trafen sich gestern, um eine schnelle und vor allem sichere Lösung zu finden und die Alleestraße zu entschärfen. Mit dabei waren auch einige Eltern und Jürgen Haverkamp, der Leiter der Overbergschule. Nach 45 Minuten stand der Maßnahmenkatalog fest, der für mehr Verkehrssicherheit sorgen soll. An der Ausfahrt Henschen – neben dem „Vorsicht Schulkinder” wird ein zusätzliches 30-er-Schild aufgestellt. Denn wie mehrere Verkehrsmessungen ergeben haben, wird an dieser Stelle gerne zu schnell gefahren. Erst vor wenigen Tagen ergab eine Geschwindigkeitskontrolle, dass jeder vierte schneller als erlaubt unterwegs ist. Auf die Fahrbahn wird zudem das Gefahrenzeichen „Vorsicht Kinder” aufgemalt. Aber auch die Verkehrsinsel selber, mit deren Hilfe die Schüler die Straße überqueren, wird verkehrstechnisch hervorgehoben. Die Insel wird mit sogenannten „Glasmarken” ausgestattet. Das sind reflektierende Markierungen, die vor allem bei Dunkelheit die Umrisse der Insel hervorheben. Günter Sparbrod vom Fachbereich Straßen hat außerdem angekündigt, dass auf der Alleestraße auch weiterhin „scharf gemessen” wird. Die Radaranlage soll die Autofahrer zusätzlich dazu zwingen, langsamer zu fahren. Sparbrod hofft, dass die Maßnahmen fruchten. „Es geht um die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer und da müssen alle Verantwortung übernehmen.” Ein Zebrastreifen wird nicht angelegt. „Alle Beteiligten haben sich darauf geeinigt”, erklärt Sparbrod. An dieser Stelle erhöhe ein Zebrastreifen die Unfallgefahr statt sie zu senken. Die Kinder würden sich zudem sicherer fühlen und unaufmerksamer die Straße überqueren, ohne die Gefahrensituation richtig einschätzen zu können. Für mehr Sicherheit könnten zukünftig auch die Eltern der betroffenen Schüler selbst sorgen, in dem sie als Schullotsen die Kinder begleiten. Dieses Thema soll in den Schulkonferenzen auf die Tagesordnung kommen.
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