Gesellschaft : Finnentrop will mit Standortkonzept dem demografischen Wandel begegnen
Finnentrop. Mit einem Standortkonzept und überregionalem Marketing will die Gemeinde Finnentrop den Auswirkungen des demografischen Wandels begegnen. Erster Schritt hierzu ist eine groß angelegte Bürgerbefragung, die in der nächsten Woche beginnt.
Der demografische Wandel kommt und wird Auswirkungen auf die Strukturen und Lebensverhältnisse überall haben. Die Gemeinde Finnentrop will nicht untätig darauf warten, sondern frühzeitig Weichen stellen und Strategien entwickeln, um der vorhergesagten Abwanderung von Bürgern zu begegnen.
Hierfür soll „gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, denn nur so kann es gelingen”, wie Bürgermeister Dietmar Heß bei der gestrigen Vorstellung betonte, ein Standortkonzept erarbeitet werden. Der Gemeinderat hat zunächst 45 000 Euro zur Verfügung gestellt, um gemeinsam mit der Marketingagentur ADSM aus Wachtberg bei Bonn, die „mit dem Blick von außen” koordinierend tätig sein soll, den ersten Schritt zu tun.
Ein positives
Signal setzen
Und zwar kurzfristig, um ein positives Signal zu setzen. Denn, so Bürgermeister Heß: „In der letzten Zeit ist Finnentrop fast immer nur schlecht geredet worden”.
Wie die Bürger in den 40 Ortsteilen ihre Gemeinde wirklich sehen, soll im ersten Schritt mit einer Bürgerbefragung ermittelt werden, die, wie die ganze Aktion, unter dem Leitmotiv „Leben im Herzen unserer Dörfer” steht. Denn genau das ist es, was langfristig gesichert werden soll.
In der nächsten Woche werden 9 000 Fragebogen an alle Haushalte in der Gemeinde verteilt, mit denen man möglichst umfangreiche Basisinformationen zur Lebens-, wohn und Arbeitssituation der Bürger sammeln möchte. Natürlich anonym. Wer möchte, kann separat Angaben zu Person machen und an einem Gewinnspiel teilnehmen.
Auch Senioren und
Jugendliche beteiligen
„Um möglichst alle relevanten Altersschichten zu erfassen, werden das Seniorenheim und die Klassen 7 bis 10 der weiterführenden Schulen sowie die OT besonders einbezogen”, erläuterte Andreas Damrau, Geschäftsführer von ADSM, die Vorgehensweise. Auf der neuen Internetseite www.unser-Finnentrop.de kann man bei Bedarf weitere Fragebogen herunterladen und sich auch welche im Rathaus abholen.
Bis zum 11. Dezember müssen die Bögen dort wieder eingegangen sein, die dann ausgewertet und mit den Ergebnissen eines Strategieworkshops, an dem sich die Fraktionsvorsitzenden und Vertreter der Verwaltung beteiligt haben, abgeglichen werden. Bereits im Januar sollen die Ergebnisse der Befragung und eine erste Marketingplanung präsentiert werden.
Ziel der ganzen Aktion ist es, die Bedürfnisse der Finnentroper Bürger zu erfragen und Konzepte zu entwickeln, um das Leben in den Dörfern zu erhalten sowie durch aktives Marketing vielleicht sogar neue Bürger aus anderen, weniger attraktiven Kommunen in die Gemeinde Finnentrop zu locken.












