Zwischen Bützchen und plumper Anmache - Wo der Spaß im Karneval aufhört
06.02.2013 | 18:59 Uhr 2013-02-06T18:59:00+0100
Essen. Es wird geherzt, gebaggert und so mancher Witz unter der Gürtellinie zum Besten gegeben: Bei den Jecken geht es locker und enthemmt zu - trotz Sexismus-Debatte. „Wem es nicht gefällt, der muss nicht wiederkommen“, sagt Peter Sander, 1. Vorsitzende des Festkomitees Essener Karneval.
Ein Bützchen in Ehren kann niemand verwehren - für die meisten Narren im Straßenkarneval mag die Kussfreiheit selbstverständlich sein. Und auch sonst geht es an den tollen Tagen eher enthemmt zu: Es wird auf Teufel komm raus geherzt, gebaggert, man fasst sich an, kommt sich näher. Der Alkohol senkt die Hemmschwelle, die Witze werden zotiger, die Anmache plumper - doch wo hört der Spaß auf?
Sexuelle Belästigung fängt grundsätzlich da an, wo die Grenzen überschritten werden, sagt Tanja Hagelüken, Sprecherin der Polizei Essen. Diese Grenzen definiere jeder für sich selbst. Schon der Klaps auf den Po, der Griff ins Dekolleté, die verbale sexuelle Beleidigung gilt als Straftatbestand. Aber die meisten Fälle werden nicht erfasst, „weil sie nicht angezeigt werden“.
Tabu-Thema sexuelle Belästigung
Auch Fälle, in denen vor Ort geschlichtet wird, tauchen nicht in der Kriminalstatistik auf. Einen besonderen Anstieg zur Karnevalszeit kann Tanja Hagelücken jedoch nicht bestätigen: „2011 hatten wir genau sechs Delikte rund um die tollen Tage.“
„Viele Frauen erleben in der Karnevalszeit verbale und körperliche Übergriffe, trauen sich aber nicht, sie anzuzeigen“, weiß Kornelia Banke, Psychologin bei der Frauenberatung Essen . Ihnen sei es häufig zu peinlich, manche empfinden Schuld und Scham und so würden sexuelle Belästigungen oft tabuisiert.
Sexismus-Debatte überfällig
Die derzeitige Sexismus-Debatte , ausgelöst durch die Vorwürfe gegenüber FDP-Politiker Rainer Brüderle , findet die Beraterin längst überfällig. So würde die Gesellschaft dafür sensibilisiert, was gegenüber Frauen anzüglich und unangebracht ist. Denn diese Form der Übergriffe sei durch nichts zu rechtfertigen und sollte auch nicht heruntergespielt werden. Ihr Rat: „Frauen sollten sich selbstbewusst und deutlich abgrenzen und müssen lernen, Nein zu sagen.“
Peter Sander mag sich eigentlich gar nicht zu „dieser Geschichte“ äußern, fühlt sich in eine Ecke gedrängt, „in die der Karneval weiß Gott nicht hingehört“. „Klar geht es im Karneval etwas lockerer als sonst zu, werden gesellschaftliche Grenzen überwunden, aber sexuelle Belästigung ist und war bei uns noch nie ein Thema“, so der erste Vorsitzende des Festkomitees Essener Karneval.
Altherrenwitze unter der Gürtellinie
Zwar würden bei den Sitzungen manche Altherrenwitze zum Besten gegeben, die unter die Gürtellinie gehen, werden Tanzmariechen so weit in die Höhe gestemmt, dass man ihnen unter den kurzen Rock sehen kann, „doch was soll daran schlimm sein. Wem es nicht gefällt, der braucht ja im nächsten Jahr nicht wiederzukommen“.

11:46
#6
nein, so gut sind sie nicht.
Da müssen erst die Lokalchefs F.S. und W. K. ran, damit sie 50 des blöd niveaus erreichen. Nicht die Freelancer aus der Schule.
00:22
Stell dir vor,
sie geben Karneval -
und keiner geht hin.
22:36
Dieser Artikel ist irgendwie auch eine Art "plumper Anmache" des Lesers, der niveauvollere Kost gewohnt ist.
21:14
also bei mir hört der spass bei 80 kg lebendgewicht auf!........
21:13
Das zeigt uns mal wieder, der Karneval ist in Deutschland, wo man zum lachen in den Keller geht, ein ganz ernstes Thema.
21:09
Es gibt Zzt. kein Kriegsrecht in Griechenland. Wenn die Versorgung der Bürger auf griechischen Inseln, mit Arzneien, Lebensmittel usw. gefährdet ist, weil seit 2 Wochen keine Fährschiffe mehr fahren, kann der Staat eingreifen.
20:13
Am Dienstagabend verhängte die griechische Regierung das Kriegsrecht über streikende Fährenarbeiter und hinderte sie mit Polizeigewalt daran, ihre Streikposten zu beziehen. Die Arbeiter hatten gegen Arbeitsplatzabbau und Lohnsenkungen sowie für die Auszahlung fälliger Löhne gestreikt. Einige haben schon seit Monaten keinen Lohn mehr erhalten.
UND HIER WIRD ÜBER SO EINEN GEISTIGEN DÜNN............ GESCHRIEBEN!!!!!!!!
Das mag daran liegen, daß wir uns hier nicht in Griechenland und auch nicht im Ressort "Politik" befinden!
Sorry mein lieber Hein. Erstmal liebe Grüße an den Käptn Blaubär;-). Wenn es denn wenigstens dort als eine miese Meldung auftauchen würde, aber selbst dass funktioniert nicht. Dafür wird sich mit soviel "Dummfug" beschäftigt. PANEM ET CIRCENSIS!!!
20:11
Schicken wir doch mal ein 19jähriges Mädel als Thekenkraft in den Puff.
-...spätestens nach 6 Monaten haben wir eine verläßliche Aussage über den Unterschied zwischen "lockeren Sprüchen" (Bützchen) und "sexueller Belästigung" (plumpe Anmache)!
20:10
Achtung Bart:
Aus Spaß wurde Ernst. Heute ist er 10 Jahre alt.
Als ich den das erste Mal gehört habe, bin ich vor Lachen aus dem Kinderwagen gefallen! :-D
18:46
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