Zweite Großtat: Zurück zur Natur

Emschergenossenschaft wird 115. Ihr Bericht macht deutlich, dass das Konzept der schnellen Ableitung von Abwasser und Regenwasser die hygienischen Gefahren vor hundert Jahren beseitigt hat - eine wasserwirtschaftliche Großtat. Nicht weniger bedeutsam ist nun der Weg „zurück zur Natur“. Mit dem Bau der unterirdischen Abwasserkanäle wird eine wichtige Voraussetzung geschaffen, indem das Abwasser den natürlichen Wasserläufen ferngehalten wird. Die zweite, ebenso wichtige ist, die geschwächte natürliche Wasserführung der Bäche zu stärken, indem Regenwasser wo immer möglich versickert, statt es in Kanälen abzuleiten. Versickerung ist dabei die wirksamste Möglichkeit, den Ableitungsprozess zu verlangsamen, aber auch Rückhalt und begrünte Dächer, wie etwa auf dem Krupp-Krankenhaus in Rüttenscheid, sorgen für die Stärkung der Naturabflüsse. Die Neue Mitte Haarzopf ist leider ein negatives Beispiel. Der Borbecker Mühlenbach hätte sich über den Erhalt der Wasserführung aus dem Gebiet gefreut – jetzt geht alles in die Kanalisation.