Zwei Führungen über die Kokerei

Die Kokerei Zollverein bietet Besuchern an diesem Sonntag, 7. Juni, bei der Führung „Meine Arbeit auf der Kokerei“ einen persönlichen Einblick in den Alltag eines Kokers. Angeboten werden zwei Führungen – einmal um 12, einmal um 15 Uhr. Ein ehemaliger Zollvereiner führt die Teilnehmer durch die seit 1993 stillgelegte Anlage und erzählt von seiner Arbeit inmitten von Lärm und Hitze. Die ehemals größte Zentralkokerei Europas beschäftigte bis zu tausend Arbeiter, die täglich rund um die Uhr im Einsatz waren. Die Besucher erschließen gemeinsam mit dem Ehemaligen die Anlage und erfahren aus erster Hand, wie hier einst auf der „schwarzen Seite“ pro Tag rund 11 000 Tonnen Kohle zu Koks veredelt wurden. Außerdem vermittelt der Zeitzeuge im Zollverein-Denkmalpfad, welche chemischen Nebenprodukte auf der „weißen Seite“ bei der Verkokung anfielen und wofür diese verwendet wurden – zum Beispiel Gas. Die Teilnahme an der zweistündigen Führung kostet zehn Euro. Treffpunkt ist am Infopunkt auf der Kokerei vor der Mischanlage, Straße Arendahls Wiese, eine Anmeldung ist erforderlich unter 246810 oder denkmalpfad@zollverein.de.