Zwei Bluttaten und eine rätselhafte Brandstiftung

Ein Verbrechen im Wohnungslosenmilieu in Horst und ein blutiger Streit unter mutmaßlich Bekannten in Altenessen endeten am Mittwochabend mit zwei schwer verletzten Opfern. In beiden Fällen sind die Hintergründe noch unklar. Die Kripo ermittelt.

Eine Mordkommission versucht derzeit, eine Gewalttat an einem 43-Jährigen an der Straße Ruhrau aufzuklären. Der Mann hatte schwere Kopfverletzungen erlitten und lag hilflos am Boden. Ein Zeuge alarmierte die Behörden. Ein Rettungshubschrauber brachte das Opfer in eine Klinik. Wie die Polizei gestern berichtete, wird der Essener auf einer Intensivstation behandelt.

Wie die Ermittlungen ergaben, hielt sich der 43-Jährige kurz zuvor mit mindestens zwei weiteren Männern ohne festen Wohnsitz in einer Laube an der Ruhrau auf. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die beiden 42 und 57 Jahre alten Verdächtigen als Täter in Frage kommen, wurden sie vorläufig festgenommen. Nicht geklärt ist, auf welche Weise dem Opfer die Verletzungen zugefügt worden waren. Am gestrigen Nachmittag ging der Tatort in Flammen auf, die Laube brannte ab. Brandstiftung ist nicht auszuschließen, hieß es bei der Polizei. Ob das Feuer gelegt worden sein könnte, um Spuren zu verwischen, blieb gestern nicht mehr als eine Vermutung.

Wenige Stunden nach dem Zwischenfall in Horst gerieten in Höhe der Waschstraße an der Gladbecker Straße zwei Streithähne aneinander. Ein 17-Jähriger soll mit einem Seitenschneider auf seinen 29 Jahre alten Widersacher eingestochen und ihm eine blutende Wunde zugefügt haben. Nach Angaben von Zeugen hatte der ältere zuvor mit einem Stock auf den Jugendlichen eingeschlagen. Der Schwerverletzte schleppte sich ein nahegelegenes Schnell-Restaurant. Die Polizei griff die beiden Kontrahenten dort auf. Der 29-Jährige wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr bestehe nicht, hieß es. Dem 17-Jährigen wurde eine Blutprobe entnommen. So will die Polizei klären, ob er bei klarem Verstand war. Womöglich war ein Streit um ein Werkzeug eskaliert.