„Zuschuss für Tierschutz erhöhen“

Das Verhalten der Stadt gegenüber dem Tierschutzverein ist auf vehemente Kritik von Grünen und Linken gestoßen. Der Tierschutzverein Essen hatte den Vertrag mit der Stadt zum 30. Juni dieses Jahres gekündigt, weil der kommunale Zuschuss von 260.000 Euro pro Jahr nicht ausreicht, um sich um die Fundtiere zu kümmern. Für diese Aufgabe sind laut Tierschutzverein 840.000 Euro im Jahr notwendig (die NRZ berichtete).

„Seit Monaten sitzen Stadtverwaltung und die große Koalition von CDU und SPD das Thema aus. Dabei steht dem Tierschutzverein für die Erledigung von Pflichtaufgaben der Stadt wie der Fundtieraufnahme, Unterhaltung einer Kadaverstation und Unterbringung von Tieren in Notfällen eine vernünftige Bezahlung zu“, betont Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionschefin der Grünen. „Es ist eigentlich ein Unding, dass der Verein der Stadt Pflichtaufnahmen abnimmt und dafür dann auch noch Geld mitbringen soll.“ Die Unnachgiebigkeit der Verwaltung werde die Stadt laut Schmutzler-Jäger nun teuer zu stehen kommen.

Kommunale Pflichtaufgabe

Für die Linken betonte Gabriele Giesecke, dass es nicht sein könne, „dass der Tierschutzverein, der immerhin eine kommunale Pflichtaufgabe für die Stadt erfüllt, dem Geld ständig hinterher laufen muss. Deshalb und aus Tierschutzgründen muss die Stadt Essen ihren Zuschuss erhöhen“, betont die Linken-Fraktionsvorsitzende.