Zollamt Essen fasst Kupferschmuggler — neun Millionen Euro Steuerschaden
22.01.2013 | 13:06 Uhr 2013-01-22T13:06:13+0100
Bochum/Essen/Dortmund. Das Zollfahndungsamt Essen ist bei einer groß angelegten Durchsuchung Kupferschmugglern auf die Schliche gekommen. Bereits seit Anfang letzten Jahres ermittelten die Zollfahnder im Auftrag der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Bochum in dieser Sache. Der Schmuggel soll einen Steuerschaden von neun Millionen Euro verursacht haben.
Einer sechsköpfigen Bande von Kupferdieben ist das Zollfahndungsamt Essen auf die Schliche gekommen. Bereits seit Anfang letzten Jahres ermittelten die Zollfahnder im Auftrag der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Bochum in dieser Sache. Das teilt das Zollfahndungsamt Essen am Dienstag mit.
Die 32- bis 55-jährigen deutsch-russischen Täter sowie ein 54-jähriger Ukrainer stehen im Verdacht, tonnenweise industrielle Kupferprodukte mit gefälschten Rechnungen aus der Ukraine und Russland nach Deutschland eingeführt und im Zuge des anschließenden Weiterverkaufs im Inland planmäßig die darauf entfallende Mehrwertsteuer hinterzogen zu haben.
Auf den dem Zoll präsentierten Rechungen legten die Täter einen Kupferpreis von rund 400 Euro pro Tonne für ihre Einfuhren zugrunde, während der tatsächliche Preis des Kupfers im Tatzeitraum von Februar 2011 bis Mai 2012 bei über 6000 Euro je Tonne lag - Tendenz steigend. Nach dem Stand der Ermittlungen ist geht das Zollamt von insgesamt 95 derartigen Einfuhren aus. Der durch Einfuhr und Weiterverkauf der Kupferprodukte angerichtete Steuerschaden liegt bei mindestens neun Millionen Euro.
Großangelegte Durchsuchung
Der 54-jährige Ukrainer, der seit Mai 2012 in Untersuchungshaft sitzt, muss sich zurzeit vor dem Landgericht Bochum verantworten. Die anderen Bandenmitglieder sind bei einer großangelegten gemeinsamen Durchsuchungsaktion von Staatsanwaltschaft und Zollfahndung am Mitte Januar mit bereits bestehenden Haftbefehlen festgenommen worden.
Bei Durchsuchungen von Wohn- und Geschäftsräumen in Dortmund, Oer-Erkenschwick, Nordkirchen, Lünen und Selm fanden die Beamten zahlreiche Geschäftsunterlagen und sonstige Beweismittel. Bei dem erheblichen Steuerschaden müssen die Beteiligten im Falle einer Verurteilung mit mehrjährigen Haftstrafen rechnen.

10:45
Danke. Es bleibt also bei Ihrer Annahme, dass das Material im Ursprungsland nicht gestohlen wurde..
#10
Danke für Ihre "Erleuchtung"... Ist gewerbsmässiger Schmuggel keine "Steuerstraftat"?
Bei Abfertigung über ATLAS kann es schon ein Zeit dauern, bis derartige "Geschäfte" zu Tage treten, da die entsprechende Software keine Plausibilitätprüfung in diesem Sinne enthält.
16:01
Rotweisser hat schon Recht, hier liegt eine Steuerstraftat vor. Allerdings hat der Zoll bei der Einfuhrabwicklung zumindest fahrlässig gehandelt. Hätte man den Kupferpreis in der Rechnung mit den tagesaktuellen Notierungen verglichen, wäre der Coup sofort aufgefallen. Insbesondere bei diesem starken Unterschied hätten die Zöllner aufmerksam werden müssen.
23:29
Dann lesen Sie mal und werden hoffentlich schlauer:
http://www.zoll.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/Sonstiges/2013/z93_kupferbande.html?nn=98138
17:29
(1) Nur weil es der Autor nicht explizit erwähnt, kann das Kupfer doch gestohlen sein.
Obwohl Sie, wie Sie ja selbst schreiben, nichts wissen, maßregeln sie den Autor.
Ich kenne die Pressemitteilung des ZFA Essen jedenfalls nicht.
(2) Eigentlich benötigt man keinen expliziten Hinweis auf den Tatbestand, wenn der Autor schreibt, "...Auf den dem Zoll präsentierten Rechungen legten die Täter einen Kupferpreis von rund 400 Euro pro Tonne für ihre Einfuhren zugrunde, während der tatsächliche Preis des Kupfers im Tatzeitraum von Februar 2011 bis Mai 2012 bei über 6000 Euro je Tonne lag ..."
Das ergibt sich dann einfach...
12:28
1.
Das Kupfer ist nicht entwendet worden, weil niemand (bis jetzt) das Gegenteil beweisen kann - ich nicht und Sie wohl auch nicht. Insofern gilt hier zunächst die Unschuldsvermutung, die drei Beschuldigten sind also rechtmäßige Eigentümer des Kupfers.
2.
Steht in dem Artikel nichts davon, dass Ein- oder Ausfuhrabgaben hinterzogen wurden. Lediglich ist vom Steuerschaden durch die hinterzogene Mehrwertsteuer beim Weiterverkauf des Kupfers die Rede.
01:45
entweder sind das legierungen, die vom zoll nicht gruendlich genug untersucht wurden, oder es handelt sich hier um verkupfertes eisen. deutsch-russen sind aufrichtige buerger und geber sich mit solch einem ! peanuts ! nicht ab.
Das mit den aufrichtigen Bürgern sollten Sie vergessen.Schauen Sie sich mal bei den Amts- und Landgerichten vor den Sitzungssaal die jeweiligen Aushänge an ,gegen wen da verhandelt wird und wo ihre "Aufrichtigen Bürger " wegkommen.Viel Vergnügen!!!
21:12
Woher wissen Sie denn, dass das Kupfer nicht doch irgendwo in Russland oder der Ukraine entwendet wurde?
Offenbar fehlt Ihnen die einschlägige Kenntnis der Abgabenordnung.
Wer wie in diesem Fall gewerbsmässig Ein- oder Ausfuhrabhgaben hinterzieht (was bei dem fingierten Warenwert der Fall ist) verstösst gegen §373 AO und begeht "gewerbsmäßigen Schmuggel und Steuerhinterziehung durch inhaltlich unrichtige Zollanmeldungen bzgl. der Einfuhrumsatzsteuer".
Der Autor wird sich bestimmt freuen, wenn Sie sich entschuldigen. Und beim nächsten Mal einfach den Finger still halten oder besser informieren.
17:45
zum Beispiel Herr Wulf!!!!!!!!!!!
16:54
ach 9 Mio is doch nix lach.....da gibt es schon noch ganz andere die den Staat legal abzocken ;)
16:25
Der Autor scheint nicht nicht zu wissen, was er hier schreiben soll und wirft ständig Begriffe durcheinander.
Kupferdiebe sind es auf keinen Fall, da sie das Kupfer anscheinend niemanden entwendet haben.
Schmuggler sind es auch nicht, da Kupfer nach Deutschland offiziell eingeführt werden darf.
Es bleiben also nur die Steuerstraftaten. Es sind also schlichtweg Steuerhinterzieher. Liest hier eigentlich kein Verantwortlicher die Artikel vor Veröffentlichung nochmal Korrektur?!