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Zimmer mit Duschbad Die Kosten

18.04.2008 | 19:03 Uhr

Am Berliner Platz haben 93 pflegebedürftige Menschen im Gerhard-Kersting-Haus der Gesellschaft für soziale Dienstleistungen ein hochmodernes Heim gefunden. Ingesamt 112 Plätze

"Es gefällt mir hier sehr, hier habe ich endlich ein Zimmer mit einer eigenen Dusche und Toilette." So wie die 86-jährige Hildegard Sudan reagieren alle Bewohner des neuen Pflegeheimes Gerhard-Kersting-Haus am Berliner Platz. In knapp zwei Jahren wurde es von der Gesellschaft für soziale Dienstleistungen (GSE) gebaut und hat seit Februar dieses Jahres die ersten Bewohner. Vor allem sind das Menschen, die vorher in dem veralteten Pflegeheim an der Stoppenberger Straße wohnten. So auch der 72-jährige Heinz Most: "Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, hier ist etwas Wunderbares entstanden."

Schon äußerlich bietet das neue Heim mit seinen Arkaden, die bei gutem Wetter zum Aufenthalt einladen, einen ansprechenden Anblick. Vom großzügigen Festraum im Erdgeschoss gibt es einen direkten Zugang. Und hinter dem Haus ist bereits in Ansätzen der "Garten der Sinne" zu erkennen. Der Strandsand ist ebenso bereits da wie die beiden Strandkörbe. "Jetzt fehlen nur noch das Haltestellenschild der Evag und die Rosen für den Rosenpavillon", erklärt Heimleiterin Hildegard Kullmann. Aber das kommt ebenso wie die Begrünung durch die Stadt am Eingang zum Heim.

Die 96 Einzel- und acht Doppelzimmer in den vier Etagen haben je ein Duschbad, das barrierefrei gestaltet ist. "Wir haben damit den Bestimmungen des neuen Pflegegesetzes des Landes entsprochen", so GSE-Geschäftsführer Günter Büsselberg. Aber auch sonst ist das Heim von der Küche bis zum Dach hochmodern ausgestattet. Die Farbkennzeichnungen in den Zimmern entsprechen den Farben der Etage. Ein Gebetsraum für Muslime, nach Osten ausgerichtet, wurde ebenso eingerichtet wie eine christliche Kapelle. Die ersten ökumenischen Gottesdienste haben bereits stattgefunden.

"Vor allem aber wird die Stadtnähe von den Angehörigen der Bewohner begrü?ßt", wei?ß die Heimleiterin. Daher war es auch kein Wunder, dass neben den 61 Bewohnern der ehemaligen Stoppenberger Straße fast nur Menschen am Berliner Platz wohnen, die ihre Wohnung wegen Pflegebedürftigkeit aufgeben mussten: "Ein solch modernes Heim spricht sich eben in Windeseile herum", so Büsselberg.Das Gerhard-Kersting-Haus ist nach dem ehemaligen Sozialpolitiker Gerhard Kersting benannt, der auch Mitglied des Aufsichtsrates der GSE war. Die Kosten von 9,7 Millionen Euro wurden mit 991 000 Euro aus der Stiftung Hospital zum Heiligen Heist, 252 000 Euro der Sparkassenstiftung, 535 000 Euro Eigenmitel der GSE und über den Kapitalmarkt finanziert.

Von Ingo Gutenberger

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