Zehnte Raritätenbörse auf dem Gelände der Zeche Carl

Bereits zum zehnten Mal gibt es die Raritätenbörse auf dem Gelände der Zeche Carl in Essen.
Bereits zum zehnten Mal gibt es die Raritätenbörse auf dem Gelände der Zeche Carl in Essen.
Foto: WAZ
Auf dem Gelände der Zeche Carl in Essen startet am Pfingstmontag die zehnte Ausgabe der Raritätenbörse. Experten geben kostenlose Schätzungen ab.

Essen.. Mit Blech reich werden: Auf der Raritätenbörse, die sich am kommenden Pfingstmontag bereits zum zehnten Mal auf dem Gelände der Zeche Carl und im Inneren der Maschinenhalle erstreckt, ist das möglich. Im vergangenen Jahr jedenfalls erzielte ein Besucher mit einem alten Reklameschild eines Zigarettenherstellers, das er auf dem Dach seines Elternhauses fand und auf der Börse schätzen lassen wollte, die hübsche Summe von 8500 Euro.

Der Raritätenbörsen-Veranstalter Andreas Henseler erinnert sich noch an den Wirbel, den der Essener, der nicht namentlich genannt werden möchte, auslöste, als er im vergangenen Jahr mit dem Emailleschild auftauchte, das eine rauchende Bulldogge zeigte. „Unter den Sammlern herrschte plötzlich große Aufregung“, erinnert er sich. „ Überall telefonierten die Leute hektisch und versuchten den Besitzer festzuhalten.“ Immer höhere Gebote seien auf den verdutzten Mann, der eigentlich nur mit einer Summe von 50 bis 100 Euro gerechnet hatte. „Schlussendlich endete die Aufregung, nachdem der Glückliche sein Schild an einen Sammler verkauft hat – für 8500 Euro.“

Experten schätzen die Fundstücke

Wer glaubt, einen ähnlichen Schatz bei sich zu Hause zu besitzen, kann ihn Pfingstmontag mit auf die Raritätenbörse bringen, denn Experten aus allen möglichen Bereichen sind vor Ort, um die Fundstücke zu schätzen: vom Blechschild bis zum Cola-Automaten, von der alten Kaffeedose bis zum ausrangierten 50-Jahre-Sessel: Circa 40 Fachfrauen und -männer werden vor Ort sein und kostenlose Schätzungen abgeben – falls kein Sammler das gute Stück vorher entdeckt hat, und es direkt vom Stand wegkauft.

Denn in der bundesweiten Sammlerszene ist die Raritätenbörse auf Carl bereits bestens etabliert: „Die Börse ist Jahr für Jahr ausgebucht“, so Henseler. Und das, obwohl er die Aussteller genau auswähle: „Häufig müssen wir Aussteller abweisen, wenn sie nicht das richtige Angebot haben.“ Die Qualität müsse stimmen, das Angebot ins das Gesamtkonzept passen. Wichtigstes Kriterium laut Veranstalter: „Ausschließlich Originale aus der Zeit kommen zum Verkauf.“

Auch die Mischung unter den historischen Reklameträgern, Möbelstücken und Accessoires sei wichtig: „Vor allem Kuriositäten, die man sonst nirgendwo findet, sind gerne gesehen.“