Zehn Tenöre auf dem Weg zum Broadway

Da waren sie wieder, die zehn Strahlemänner aus Australien – nicht nur am laufenden Band stets um gute Laune bemüht, sondern auch stimmlich glänzend. Essen gehörte auf ihrer aktuellen Europa-Tournee zu den wenigen Städten, die die „Ten Tenors“ mit zwei, wenngleich nicht ausverkauften Vorstellungen beglückten. Auf dem Programm diesmal nicht Opern- und Operettenmelodien, sondern allenfalls das „Phantom der Oper“: Musik vom Broadway, Songs aus Film und Musicals, Hits aus Pop und Rock.

Das ging, mal ausgelassen, mal gefühlvoll oder rhythmisch elektrisierend, von der unverwüstlichen „West Side Story“ bis zu den „Hexen von Oz“, vom Frankie-Valli-Medley bis zu „New York, New York“ und „Hallelujah“. Live begleitet von Klavier und Schlagzeug (der instrumentale Rest kam vom Band) boten die Sonnyboys eine perfekt abgespulte, in Rot-Blau getauchte Bühnenshow. Und man muss es gestehen: Im Gegensatz zu so manchem Popstar haben die Ten Tenors wirklich etwas in den Kehlen, egal ob sie in unterschiedlichen Formationen strahlen, röhren, falsettieren oder jonglieren. Die Besucher applaudierten nicht erst bei den Zugaben mit Standing Ovations.