Wolfgang Sykorra: Lehrer und Buchautor

Wolfgang Sykorra.
Wolfgang Sykorra.
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Essen.. Wolfgang Sykorra (70) ist in einem Industriegebiet in Bergeborbeck aufgewachsen, nahe der Zinkhütte Germaniastraße. „Wenn der Wind entsprechend stand, war der Gestank so stark, dass man davon Brechreiz bekam. Aber man beschwerte sich nicht.“ So war die Zeit damals, vor dem Erwachen der Umweltbewegung, und Sykorra ist sich sicher, dass diese Jugendjahre sein umweltpolitisches Bewusstsein geprägt haben.

1974 zog er mit seiner Frau nach Schönebeck, hier wuchsen seine Kinder auf, „doch dass es Schönebeck wurde, war Zufall.“ Hier engagierte er sich auch für den Erhalt des Winkhauser Tals, mehrfach sollten hier Gewerbegebiete, Industrie oder die Verlängerung der A 31 („Ostfriesenspieß“) hingebaut werden.

Sykorra machte sich im Großraum Borbeck einen Namen als langjähriger Leiter des Gymnasiums Borbeck, er stand der Schule bis 2006 vor, und war von 1980 bis 1998 Ortsverbandsvorsitzender der Schönebecker SPD. Im Jahr 2009 erschien das historische Buch „Man war nie fremd – Die Essener Bergbaukolonie Schönebeck und ihr Stadtteil“, an dem Sykorra wesentliche Teile mitverfasst hatte. Immer wieder arbeitet Sykorra an Buchprojekten, veröffentlichte 2013 „Von der Penne in die Welt“, eine Porträtsammlung ehemaliger Schüler des Gymnasiums Borbeck. Von 1955 bis 1964 hatte er die Schule übrigens selbst besucht.